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Schlossparktheater

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Das Schlossparktheater ist ein traditionsreiches kleines Theater im Ortsteil Steglitz des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf.

Geschichte

Die Geschichte des renommierten Theaters reicht zurück bis ins Jahr 1804. 1921 fand das Theater eine neue Unterkunft im Wirtschaftstrakt des Wrangelschlösschens (Gutshaus Steglitz). Dieses im neoklassizistischen Stil errichtete Haus wurde eigens dafür umgebaut und fasste 440 Plätze.

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Boleslaw Barlog das Haus in eine ruhmreiche Theaterzeit. Unter anderem gehörten Hildegard Knef, Klaus Kinski und Martin Held zum Ensemble.

In der Nachkriegszeit feierten deutschsprachige Erstaufführungen berühmter zeitgenössischer Dramatiker hier Premiere. Samuel Beckett inszenierte im Hause selbst sein bekanntes Stück „Warten auf Godot“. Hildegard Knef feierte im Schlossparktheater ihr Debüt.

1950 wurde das Schlossparktheater als Teil des Schillertheaters zum Staatstheater ernannt und war dessen kleinere Spielstätte.

Nach der Schließung der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin im Jahre 1993 wurde das Schlossparktheater als Privattheater mit staatlichen Zuschüssen betrieben. Aus der Konkursmasse der nach der Wende abgewickelten Staatlichen Schauspielbühnen, übernahm Heribert Sasse das Schlossparktheater als Privatbühne. Doch Sasse, bereits in den 1980er Jahren als Generalintendant der Staatlichen Schauspielbühnen für das Haus verantwortlich, konnte die Spielstätte nicht zum wirtschaftlichen Erfolg führen. Als Ursache hierfür wurde der zwar gediegene, aber wenig aufregende Spielplan gesehen.

2003 wurde die Leitung des Hauses vom Senat erneut ausgeschrieben. In einem Auswahlverfahren mit 15 Bewerbern erhielten Andreas Gergen und Gerald Michel mit der TOYS Musicalproduktion den Zuschlag für die Bespielung des traditionsreichen Hauses ab Oktober 2004. Seitdem ist das Schlossparktheater eine Musicalbühne. Erste Premiere der nun von den Schauspielern Gergen und Michel geleiteten Bühne war ein Broadway-Hit mit dem Namen „Pinkelstadt“ in dem unter anderen Ilja Richter und Tilmann von Blomberg mitwirkten.

Finanzkräftiger Partner ist seit 2006 der Unterhaltungskonzern Stage Entertainment, der in Berlin auch das Theater des Westens und das Theater am Potsdamer Platz betreibt.

Die Zuschauerzahlen erreichten auch unter der neuen Leitung nicht das erwartete Niveau. Seit Sommer 2006 bietet das Schlossparktheater keine Vorstellungen mehr an. Zuletzt wurde es als Austragungsort einer TV-Casting-Show genutzt.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Schlossparktheater, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Koordinaten: 52° 27' 17" n. Br., 13° 19' 05" ö. L.

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