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Schlacht von Rathenow
Aus Kefk.
| Schlacht von Rathenow | |||||||||||||||||
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| Konflikt | Schwedisch-Brandenburgischer Krieg | ||||||||||||||||
| Datum | 15.Juni 1675 | ||||||||||||||||
| Ort | Rathenow in Brandenburg | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Brandenburgischer Sieg | ||||||||||||||||
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Die Schlacht von Rathenow war das erste Gefecht zwischen den brandenburgischen und schwedischen Truppen im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg.
Inhaltsverzeichnis |
Ausgangssituation
Die schwedischen Truppen waren durch das Fehlen größerer brandenburgischer Truppenkontingente weit ins Kurfürstentum Brandenburg eingefallen. Dessen Truppen befanden sich im Kampf gegen die Franzosen in Bayern. So konnten die Schweden, die überraschend an der französischen Seite in den Krieg eintraten, weit in das Kurfürstentum eindringen und besetzten unter dem Feldmarschall Wrangel ohne größeren Widerstand die Stadt Brandenburg. Die Stadt Rathenow wurde ebenfalls von schwedischen Truppen besetzt, da Wrangel von hier aus, über Havelberg die Elbe überschreiten und sich mit den hannoverischen Truppen vereinigen wollte. Ziel war die Eroberung der wichtigen brandenburgischen Festung Magdeburg. So besetzte das schwedische Vorauskommando unter Oberst Wangelin Rathenow, um auf dem kürzesten Weg nach Magdeburg vorzustoßen.
Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm wiederum wollte, um den Vormarsch der Schweden aufzuhalten, den schwedischen Truppen in den Rücken fallen und sich seinerseits mit den Truppenverbänden aus der Festung Magdeburg vereinen.
Der Überfall von Rathenow am 15. Juni 1675
Die Stadt Rathenow liegt am östlichen Ufer der Havel nach Westen hin durch ein breites Sumpfgebiet zwischen den Hauptarmen der Havel geschützt und wurde zudem noch von einem Graben umgeben. Von den mittelalterlichen Befestigungen waren zwar nur noch Teile vorhanden, diese boten aber noch hinreichenden Schutz vor einem, nicht auf längere Belagerung, eingestellten Heer. So waren die Tore befestigt und besaßen Zugbrücken.
Der Plan der brandenburgischen Truppen war, über das westliche Tor, dem so genanntem Haveltor, einzudringen. So rückten die brandenburgischen Truppen unter Feldmarschall Georg von Derfflinger gegen 2 Uhr über die Havelbrücke vor. Derfflinger ritt dabei mit nur einigen Dragonern an der Spitze und veranlasste die schwedische Wache mit der Behauptung er sei ein schwedischer Leutnant vom Regiment Bülow von der Besatzung Brandenburgs und er befinde sich auf der Flucht vor den brandenburgischen Truppen zum Herablassen der Zugbrücke. Dadurch konnten die Dragoner in die Stadt eindringen. Währenddessen ließ der Kurfürst General von Götze mit 600 Musketieren über den Mühlendamm zum Mühlentor vorrücken. Hier kam es zum Gefecht, in welchem die Schweden auf Grund der Stadtbefestigung die Stellung vorerst halten konnten. Eine andere Einheit, die mit Kähnen von der Havel aus über die Südseite eindringen wollte, wurde ebenfalls erstmal zurückgeschlagen. Erst im zweiten Angriff gelang es den Brandenburgern, in die Stadt einzudringen. Auch über das Mühlentor gelang dann der Angriff. Gleichzeitig war es General von Götze gelungen, das Mühlentor einzunehmen.
Nach heftigen Gefecht konnte die schwedische Besatzung besiegt werden und der kommandierende schwedische Oberst Wangelin kapitulierte.
Das Gefecht forderte bei den schwedischen Truppen 390 Tote und 270 Gefangene. Die brandenburgischen Truppen hatten 50 Mann an Toten und Verwundeten zu beklagen. Sie erbeuteten von den Schweden 500 bis 600 Pferde.
Ergebnisse
Die bis dato als „unbesiegbar“ geltenden Schweden hatten eine Niederlage erlitten. Die brandenburgischen Truppen gewannen durch den Sieg an Selbstbewusstsein und konnten den schwedischen Angriff stoppen und wenig später in der Schlacht von Fehrbellin die Schweden sogar zurückwerfen und Vorpommern besetzen.
Siehe auch
Weblinks
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