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Seegefecht bei den Falklandinseln

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel handelt von Ereignissen des Ersten Weltkrieges (1914). Zu den Gefechten zwischen argentinischen und britischen Seestreitkräften 1982 siehe Falklandkrieg.
Gefecht bei den Falklandinseln

Das Ostasiengeschwader beim Verlassen von Valparaiso, Chile (im Vordergrund chilenische Kreuzer)

Konflikt Erster Weltkrieg
Datum 8. Dezember 1914
Ort bei den Falklandinseln, Atlantik
Ergebnis Vernichtung des deutschen Geschwaders
Kontrahenten
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Deutsches Reich
Befehlshaber
Doveton Sturdee Maximilian Graf von Spee
Truppenstärken
2 Schlachtkreuzer
4 Panzerkreuzer
2 Leichte Kreuzer
1 Hilfskreuzer
2 Große Kreuzer (Panzerkreuzer)
3 Kleine Kreuzer
1 Hilfsschiff
Verluste
10 Tote, 19 Verwundete 5 Schiffe gesunken
2200 Tote
Wikipedia
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Das Seegefecht bei den Falklandinseln war eine Seeschlacht zwischen britischen und deutschen Kriegsschiffen während des Ersten Weltkrieges. Sie fand am 8. Dezember 1914 statt und endete mit einer vernichtenden Niederlage des deutschen Geschwaders.

Nach der Niederlage im Seegefecht bei Coronel vor der chilenischen Küste erkannte die britische Admiralität die Gefahr, die von dem deutschen Admiral Maximilian Graf von Spee und seinem Geschwader ausging. Ein Verband schneller Schlachtkreuzer wurde daher zu den Falklandinseln entsandt, um einen Durchbruch des deutschen Geschwaders in den Atlantik zu verhindern.

Admiral Frederik Doveton Sturdee erreichte am 7. Dezember 1914 mit seinen Schlachtkreuzern HMS Inflexible und HMS Invincible (Hauptbewaffnung: je 8 Kanonen Kaliber 305 mm) Port Stanley auf den Falklandinseln. Dort traf er sich mit einem Kreuzergeschwader unter Konteradmiral Stoddart. Dieses bestand aus den Panzerkreuzern HMS Defence, HMS Carnavon, HMS Cornwall und HMS Kent, den Leichten Kreuzern HMS Glasgow und HMS Bristol und dem Hilfskreuzer Macedonia. Außerdem lag das alte Linienschiff HMS Canopus in Port Stanley.

Am 8. Dezember näherte sich das deutsche Geschwader. Admiral Graf Spee zog sich allerdings, nachdem der Ausguck der SMS Gneisenau die Aufbauten und Masten der britischen Panzerkreuzer im Hafen erkannt und gemeldet hatte, angesichts der Übermacht sofort zurück. Ein Angriff auf die nahezu manövrierunfähigen - weil nicht unter ausreichend Dampf stehenden - britischen Schiffe wäre allerdings wohl nicht von vornherein aussichtslos gewesen. Das deutsche Geschwader hatte zwar bis zum Auslaufen des britischen Verbandes rund 15 Seemeilen Vorsprung erreicht, doch nahmen dann die zunächst überraschten Briten die Verfolgung auf. Die britischen Schiffe machten mehr Fahrt, die guten Sichtverhältnisse und die ruhige See an diesem Tag erlaubten es ihnen, die deutschen Schiffe problemlos am Horizont zu erkennen und langsam einzuholen.

Nachdem Graf Spee erkannt hatte, dass er nicht entkommen konnte, teilte er sein Geschwader auf und stellte sich mit seinen Großen Kreuzern (Panzerkreuzern) SMS Scharnhorst und SMS Gneisenau (Hauptbewaffnung: je 8 Kanonen Kaliber 210 mm) dem ungleichen Kampf, um so zumindest seinen Kleinen Kreuzern zur Flucht zu verhelfen. Die eigentliche Schlacht begann um 13.20 Uhr auf große Distanz. Die britischen Schiffe lagen außerhalb der Reichweite der deutschen Geschütze. Die Scharnhorst wurde um 16.17 Uhr mit der gesamten Besatzung, darunter auch Admiral Graf Spee, versenkt. Die Gneisenau wurde um 17.30 Uhr, nachdem die Munition verschossen war, von der eigenen Besatzung aufgegeben und ebenfalls versenkt. Ein großer Teil der Seeleute auf der Gneisenau war bereits im Gefecht getötet worden und viele der Schiffbrüchigen verließen im kalten Wasser schnell die Kräfte und sie ertranken. Nur 187 Mann wurden gerettet. Nachdem er um 18:35 Uhr schwer beschädigt stoppen musste, jedoch nicht die Flagge strich, wurde der Kleine Kreuzer SMS Nürnberg vom Panzerkreuzer HMS Kent aus kurzer Distanz beschossen, bis er um 19:27 Uhr schließlich unterging. Beim Untergang der Nürnberg beobachteten die britischen Seeleute einige deutsche Matrosen, die an einem Bootshaken, auf dem Achterdeck ihres sinkenden Kreuzers stehend, eine Seekriegsflagge schwenkten. 18 Mann der Nürnberg-Besatzung wurden nach englischen Angaben aus dem Wasser gezogen, jedoch erlagen fünf dieser Männer kurz darauf ihren schweren Verletzungen.

Der leichte Kreuzer HMS Bristol und der Hilfskreuzer HMS Macedonia fingen derweil den Kohlendampfer Baden ab und versenkten ihn, nachdem die Besatzung das Schiff verlassen hatte. Um 21.23 Uhr sank schließlich noch der Kleine Kreuzer SMS Leipzig durch Beschuss der Kreuzer HMS Cornwall und HMS Glasgow. Lediglich 18 Seeleute der Leipzig wurden gerettet.

Der Kleine Kreuzer SMS Dresden konnte zwar entkommen, wurde jedoch drei Monate später bei den Juan-Fernández-Inseln versenkt.

Die Briten verloren kein Schiff und hatten nur geringfügige Beschädigungen zu verzeichnen. Es wurden 10 britische Seeleute während der Schlacht getötet und 19 weitere verwundet.

Aufgrund dieser erheblichen Verluste endete ein wesentlicher Teil des deutschen Kreuzerkriegs in Übersee.

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