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Schlacht bei Klissow

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Schlacht bei Klissow
Konflikt Großer Nordischer Krieg
Datum 9. Juli 1702
Ort Kliszów, Polen
Ergebnis Sieg der Schweden
Kontrahenten
Schweden Sachsen
Polen
Befehlshaber
Karl XII.
Carl Gustaf Rehnskiöld
August II.
Graf v. Steinau
Graf v. der Schulenburg
Graf v. Flemming
Fürst Lubomirski
Truppenstärken
13.000 Mann 28.000 Mann
Verluste
300 Tote
800 Verwundete
2.000 Tote und Verwundete
1.700 Gefangene
Großer Nordischer Krieg (1700–1722)
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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Schlacht_bei_Klissow, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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Klissow (polnisch: Kliszów) ist ein Ort südlich von Kielce. In der Nähe fließt die Nida, ein Nebenfluss der Weichsel. In der Schlacht bei Klissow standen sich am 9. Juli 1702 die Armeen von Karl XII. und August II. gegenüber.

Inhaltsverzeichnis

Die Beteiligten

Die sächsischen Truppen hatten sich über die Nida zurückgezogen. Ihr linker Flügel und ihr Zentrum unter dem Kommando von Johann Matthias von der Schulenburg waren durch einen Sumpf gedeckt. Der rechte Flügel, die Kavallerie unter dem Kommando von Jakob Heinrich Graf von Flemming war in einem Wald verborgen.

Karl XII. entschloss sich, die feindlichen Stellungen nach links zu umgehen.

Der Beginn

Die Sachsen hatten Übergänge über den Sumpf vorbereitet und griffen die abziehenden Schweden an ihrem rechten Flügel an. Gleichzeitig wurde ihr linker Flügel von der polnischen Kronarmee angegriffen. Sie bestand aus 10.000 Mann, hauptsächlich Kavallerie unter dem Kommando von Hieronim Augustyn Lubomirski.

Bild:Schulenburg 1702.jpg
Johann Matthias
Graf von der Schulenburg

Die Wende

Die Sachsen verschenkten den sicher geglaubten Sieg, indem sie den Schweden ein Pistolengefecht aufzwingen wollten. Die schwedischen Truppen, kampferprobte Eliteregimenter, formierten sich und stürmten los. Die Sachsen wurden überritten, niedergehauen und gefangen genommen. Nur einige wenige Soldaten konnten sich über die Nida zurück retten.

Dann zog Karl in aller Eile Infanterie aus dem Zentrum gegen die polnischen Truppen zusammen. Er formierte drei Angriffsreihen (erste Reihe: Piken - zweite und dritte Reihe: Musketen) und erzielte damit eine verheerende Wirkung unter den polnischen Reitern.

Die schwedischen Truppen schwenkten nun um und versuchten, den Übergang über die Nida zu erobern. Damit wären die Sachsen eingekesselt. Doch General von der Schulenburg befahl seinen Infanterieregimentern aus dem Zentrum, die bisher kaum angegriffen worden waren, auf eigene Verantwortung den Übergang zu erreichen. Es entbrannte ein erbitterter Nahkampf. Ein Großteil der Einheiten konnte sich jedoch über die Nida zurückziehen.

Fazit

Karl XII. war Sieger der Schlacht. Doch durch die kluge Entscheidung von der Schulenburgs war die sächsische Armee nicht gezwungen zu kapitulieren, sondern konnte sich unter Verlusten zurückziehen. Die Schweden erbeuteten die Artillerie und die Kriegskasse der Sachsen, sowie die gesamte Bagage des Königs.

Am 31. Juli marschierte Karl XII. in Krakau ein. August II. zog sich mit seiner Armee nach Sandomierz zurück.

Literatur

  • Georg Piltz: August der Starke Träume und Taten eines deutschen Fürsten .... ISBN 3355000124
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