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Schlacht von Fehrbellin
Aus Kefk.
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Schematische Karte (weitere Karten) | |||||||||||||||||
| Konflikt | Schwedisch-Brandenburgischer Krieg | ||||||||||||||||
| Datum | 18.Juni 1675 | ||||||||||||||||
| Ort | Fehrbellin | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Sieg Brandenburgs | ||||||||||||||||
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Die Schlacht von Fehrbellin war eine Schlacht im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg und fand am 18. Juni 1675 (nach altem Kalender der 28. Juni 1675) im Ländchen Bellin statt.
Die Schlacht war ein Rückzugsgefecht, bei dem die brandenburgischen Truppen die schwedischen Truppen schlugen, die zuvor Teile Brandenburgs besetzt hatten.
Inhaltsverzeichnis |
Verlauf
Der Schlacht waren die Rückeroberung der Stadt Rathenow in der Schlacht von Rathenow am 15. Juni 1675 durch Generalfeldmarschall Georg von Derfflinger und die unbedeutende Schlacht bei Nauen am 17. Juni 1675 vorausgegangen. Durch den Fall von Rathenow war die schwedische Verteidigungslinie in Brandenburg nicht mehr zu halten. Um zu verhindern, dass der schwedische Rückzug durch die nachsetzenden brandenburgischen Truppen und ihre Verbündeten in der sumpfigen Landschaft in einer wilden Flucht endete, entschloss sich der schwedische Oberkommandierende, Feldmarschall Waldemar von Wrangel, ein Stiefbruder von Carl Gustav von Wrangel, entlang der Straße von Linum nach Fehrbellin bei Hakenberg ein Rückzugsgefecht zu kämpfen, um den nicht beteiligten Truppenteilen und dem umfangreichen Tross einen ungehinderten Abzug zu ermöglichen.
5.600 Reitern und 13 Kanonen auf brandenburgischer standen 7.000 Infanteristen, 4.000 Reiter und 38 Kanonen auf schwedischer Seite gegenüber. Vor allem durch die Positionierung seiner Kanonen auf einem Hügel, während die Schweden im Rücken nur Sumpfgebiet hatten, verschafften sich Kurfürst Friedrich Wilhelm und Generalfeldmarschall Georg von Derfflinger einen taktischen Vorteil. Auf schwedischer Seite waren 4.000, auf brandenburgischer 500 Mann Verluste zu beklagen.
Erinnerungskultur
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Obwohl der Sieg Brandenburgs von einem rein militärischen Standpunkt aus betrachtet eher unbedeutend war, hatte er doch auf der psychologischen Ebene ernsthafte Folgen. Das lange als unbezwingbar geltende Schwedenheer war geschlagen worden, und um Brandenburg und seinen „strahlenden Helden“ entstand der Kern dessen, was im Laufe der Zeit die Preußische Armee werden sollte. Seit dieser Schlacht wurde Friedrich Wilhelm der „Große Kurfürst“ genannt. Dennoch wird die Schlacht von Fehrbellin als Pyrrhussieg angesehen, weil in späteren Verträgen alle aus der siegreichen Schlacht resultierenden Vorteile wieder rückgängig gemacht wurden.
Die Schlacht bildet die Kulisse für das Drama „Prinz Friedrich von Homburg oder die Schlacht bei Fehrbellin“ von Heinrich von Kleist (geschrieben 1809/10, Erstveröffentlichung 1821). Die Handlung hat aber mit den historischen Ereignissen und handelnden Personen nichts gemein.
Das so genannte „Neue Denkmal“ auf dem Kurfürstenhügel bei Hakenberg ist als Aussichtsturm ausgeführt. Der zweigliedrige Sockel hat die Form eines Würfels mit vier abgestumpften Kanten; auf ihm ruht ein rundturmartiger Aufbau, der in einer Höhe von 23 m eine umlaufende Galerie trägt. Diese besteht aus einem eisernen Gitterwerk, und in ihrer Mitte erhebt sich auf einem grauen Sandsteinkegel die (später vergoldete) Bronzestatue der Siegesgöttin Victoria, auch Nike (berlinerisch: „kleine Goldelse“) genannt, ein Vorläufermodell der „großen Goldelse“ auf der Berliner Siegessäule.
Im Sockelgeschoss ist außen eine Inschrifttafel mit der Widmungsinschrift, darüber eine überdimensionale Blendnische mit der Kolossalbüste des Großen Kurfürsten eingelassen. Das Denkmal geht auf eine Initiative des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (nachmals Kaiser Friedrich III.) zurück, der am 18. Juni 1875 auch die Grundsteinlegung vollzog. Am 2. September 1879 (am sogenannten Sedantag) erfolgte die Einweihungsfeier.
Der 1893 komponierte „Fehrbelliner Reitermarsch“ gehört bis heute zu den beliebtesten Stücken im Repertoire von Militärkapellen.
Weblinks
Siehe auch
- Friedrich II. (Hessen-Homburg) (Prinz von Homburg)
- Preußische Armee
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