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Scheibenlaser
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Ein Scheibenlaser (engl: disc laser) ist eine Form des Festkörperlasers, bei welchem das aktive Medium (der Laser-Kristall) die Form einer Scheibe (engl: disc) hat. Der Laserstrahl wird auf dem kurzen Weg durch die Scheibe (sie ist üblicherweise zwischen 80 µm und 200 µm dick) erzeugt. Einer der Resonatorspiegel ist an der Rückseite der Kristallscheibe aufgedampft, der andere Spiegel ist der Auskoppelspiegel und befindet sich in einiger Entfernung von der Scheibe.
Vorteil dieser Form des Lasers ist die bessere Kühlung des Laserkristalls: Dieser ist mit der verspiegelten Fläche auf eine Wärmesenke geklebt und erleidet durch die kurzen Wege der Wärmeableitung in nur eine Richtung geringe mechanische Spannungen, wodurch exzellente Strahlqualitäten und hohe Leistungen pro Volumen erreicht werden.
Typisches Kristallmaterial ist stark Ytterbium-dotiertes YAG (Yttrium-Aluminium-Granat) beim sogenannten Yb:YAG-Laser mit einer Emissionswellenlänge von 1030 nm.
Scheibenlaser werden optisch mit Laserdioden angeregt und haben hohe Wirkungsgrade (bis 70%).
Der Scheibenlaser wurde von Adolf Giesen (Universität Stuttgart) entwickelt. Von der Firma Trumpf werden mittlerweile Scheibenlaser verkauft, die bei einer Leistung von bis zu 8 kW einen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 25% (das heißt 50% in den Diodenlasern und 50% In der Scheibe) erreichen, sich also mit einer Netzleistung von 32 kW begnügen. Das Strahlparameterprodukt liegt in diesem Fall bei ca. 8 mm mrad.
