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Schützengraben

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Ein Schützengraben ist eine Form der Feldbefestigung, meist in Form eines simplen Grabens, der dem Schützen durch eine vorderseitige und rückwärtige Deckung zur sicheren Schussabgabe im Stehen oder Knien und zum Schutz vor Granaten und deren Splittern dient. Viele der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges waren vom Grabenkrieg geprägt.

Um beim Eindringen feindlicher Einheiten oder einem Granattreffer in den Graben mehr Schutz zu gewähren, wurden Schützengräben oft in Zickzack-Form (Splittergraben) gegraben.

In den verschiedenen Armeen waren unterschiedliche Profile vorgeschrieben. Die Situation vor dem Ersten Weltkrieg war dabei folgende:

Profile der Schützengräben
Armee Anschlaghöhe Deckungshöhe Brustwehr Sohlenbreite
Kniende Schützen
Deutsche 0,9 0,9 0,4 1,3
Österreicher 0,8 1,0 0,55 1,0
Franzosen 0,8 0,8 0,5 1,3
Italiener 0,8 0,8 0,45 1,6
Stehende Schützen
Deutsche 1,4 1,4 0,6 1,0
Österreicher 1,3 1,75 0,55 1,0
Franzosen 1,1 1,1 0,6 1,2
Italiener 1,25 1,25 0,7 1,4
Verstärktes Profil
Deutsche 1,4 1,8 0,6 0,75
Österreicher 1,2 1,95 0,6 0,8
Franzosen 1,3 1,35 0,8 1,0
Italiener 1,25 1,8 0,7 0,6

Zum Auflegen der Arme beim Schießen wurde die innere Brustwehrböschung abgetreppt. Auf jeden Schützen wurde eine Schrittlänge des Schützengrabens berechnet.

Ziel dieser Gräben ist es, die Truppenverteilungen so vorzunehmen, dass die so sich dem Feind annähernden Soldaten möglichst vor dem Beschuss des Gegners geschützt sind. Gewünscht hierbei ist außerdem, dass die Truppenverschiebungen so vonstatten gehen, dass der Gegner sie möglichst nicht bemerkt, bevor das Feuer eröffnet wird. Zu den Gräben gehören auch gestapelte Sandsäcke und ab 1873 auch Stacheldrahtverhaue (Spanischer Reiter). Das Hauptziel einer solchen Annäherung in einem Stellungskrieg an den Feind ist, einen taktischen Vorteil zu erzielen.

Eine kleinere Verteidigungsanlage ist das Schützenloch. Vorläufer des Schützengrabens sind die Sappen.

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