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Schützen (Militär)

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Die Schützen sind eine historische Truppengattung der Infanterie, die mit Schusswaffen ausgerüstet waren. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden sie als Jäger bezeichnet. Der heutige Dienstgrad Schütze geht auf sie zurück.

Schützen wurden insbesondere zu Beginn des 19. Jahrhunderts formiert, meist als Schützenregimenter, Bataillone und Kompanien. Infolge der raschen Entwicklung der Waffentechnik, insbesondere der Panzerwaffen, wurden sie bald wieder abgeschafft. Nur das Gardeschützenbataillon konnte sich noch eine zeitlang unter diesem Namen behaupten.

In Sachsen bestand noch bis ins 20. Jahrhundert ein Schützenregiment Nr. 103.

Schützen nannte oder nennt man auch die in der so genannten zerstreuten Ordnung kämpfenden Mannschaften der Infanterie und der abgesessenen Kavallerie sowie die Bedienungsmannschaften der Maschinengewehre.

Die entwickelten (geordneten) Schützen bilden eine Schützenlinie, falls sie dichter aufgestellt sind, einen Schützenschwarm. Wegen der schwierigen Bewegung und Leitung bleibt man so lange als möglich in geschlossener Formation und entwickelt erst beim Übergang zum Gefecht oder wenn feindliches Feuer dazu zwingt. Die Bewegung der Schützen erfolgt ohne Tritt, bei heftigem Feuer auch im Lauf. Das Vorgehen der Schützen kann stetig oder in sprungweise erfolgen. Ist die zerstreute Ordnung nicht mehr notwendig, so schließen sich die Schützen zusammen (Sammeln).

Siehe auch: Schütze (Dienstgrad), Füsilier, Kavallerie-Schützen-Division, Tiroler Schützen, Scharfschütze

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