Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Schülerhandkarte
Aus Kefk.
Die "Handkarte" ist ein für die Hand des Schülers entwickeltes einzelnes Kartenblatt allgemein-geografischer oder spezieller Thematik, das in der Unterrichtsstunde, in der Hausarbeit, aber auch auf Unterrichtsgängen und Exkursionen als räumliche Orientierungshilfe und Informationsquelle dienen kann.
Ihre Ausmaße sollten möglichst 50 cm in der Länge und Breite nicht überschreiten (Zugriffsbedingungen auf dem Schülertisch).
Die Schülerhandkarten können einseitig (z.B. topografische Karten) oder doppelseitig (z.B. die Kreiskarten in DDR-Schulen) kartografisch oder als Karte - Text bedruckt sein. Sie können 2-dimensional oder 3-dimensional (z.B. Reliefkarten oder Anaglyphenkarten/Stereokarten) gestaltet sein.
In dem von 1976 bis 1988 in der DDR entwickelten zweiten (neubearbeiteten) Kreiskartenwerk waren die Handkarten doppelseitig bedruckt (Vorderseite: Allgemein-geografische Hauptkarte; Rückseite: 4 thematische Nebenkarten). Aus der Hauptkarte (vorwiegend im schülerfreundlichen Maßstab 1:100 000) wurde durch Hochvergrößerung die entsprechende "Einblatt-Wandkarte" (1 Sektion umfassend = ca. 1 Quadratmeter) gewonnen. Dieses aus je 178 Titeln bestandene Kreishand- und -wandkartenwerk für den Heimatkunde- und den Geografieunterricht darf als das umfassendste schulkartografische Projekt in Deutschland zur damaligen Zeit angesehen werden. Analog dazu wurde im Zeitraum 1984-1989 das Bezirkskartenwerk mit je 15 Titeln für die beiden Fächer entwickelt.
Für den Geschichtsunterricht in der DDR gab es zahlreiche Handkartentitel anstelle eines Geschichtsatlasses.
Zu den Schülerhandkarten zählen auch Schülerumrisskarten und andere Arbeitskarten (Handkarten) in Printform.
Literatur
- Breetz, Egon: Das neue Kreiskartenwerk - umfangreichstes schulkartographisches Entwicklungsprojekt. In: Zt. f. d. Erdkundeunterr., H. 7/1985, S. 255-261.
- Breetz, Egon: Entwicklung von Schülerhandkartenwerken für den Heimatkunde- und Geographieunterricht in der allgemeinbildenden Schule der ehemaligen DDR. In: H.P. Brogiato u. H.-M. Cloß (Hrsg.): Geographie und ihre Didaktik - Festschrift für Walter Sperling, Teil 2, Trier 1992, S. 317-325 (= Materialien zur Didaktik der Geographie, H. 16).
- Fiala, Hans-Joachim: Die Schülerhandkarte für den Geschichtsunterricht. In: Geschichtsunterricht und Staatsbürgerkunde, H. 8/1972, S. 708-712.
- Görtler, Wilfried: Kartographische Unterrichtsmittel aus Gotha für den Heimatkundeunterricht. In: Kartogr. Schr., Bd. 8, Bonn 2003, S. 118-126.
- Herzig, Reinhard: Zur Verwendung amtlicher topographischer Karten im Geographieunterricht. In: Zt. f. d. Erdkundeunterr., H. 1/1992, S. 6-10.
Siehe auch:
Allgemein-geographische Karte
Anaglyphenkarten/Stereokarten
Kartenverständnis und Kartennutzung (Schule)
Reliefkarte (Schule)
Schulatlas
Schulkarten (Einteilung)
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sch%C3%BClerhandkarte, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
