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Schönberg (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Schönberg.PNG
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Schönberger Land
Koordinaten: Koordinaten: 53° 51′ N, 10° 55′ O53° 51′ N, 10° 55′ O
Höhe: 7 m ü. NN
Fläche: 38,09 km²
Einwohner: 4460 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23923
Vorwahl: 038828
Kfz-Kennzeichen: NWM
Gemeindeschlüssel: 13 0 58 094
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 15
23923 Schönberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Heinze
Lage der Stadt Schönberg im Landkreis Nordwestmecklenburg
Bild:Schönberg in NWM.png

Schönberg ist eine Stadt im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des Amtes Schönberger Land, dem neben der Stadt Dassow neun weitere Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt Schönberg liegt etwa 15 km östlich von Lübeck am Fluss Maurine, etwa 7 km vor deren Mündung in den Dassower See. Das hügelige Gebiet östlich und westlich des Maurinetals erreicht Höhen bis 83 m ü. NN (Bockholzberg).

Stadtgliederung

Zu Schönberg gehören die Ortsteile

  • Groß Bünsdorf
  • Klein Bünsdorf
  • Kleinfeld
  • Malzow
  • Retelsdorf
  • Rupensdorf
  • Sabow

Nachbargemeinden

In Uhrzeigerrichtung, beginnend im Norden, grenzen folgende Städte und Gemeinden an Schönberg: Stadt Dassow, Papenhusen, Menzendorf, Roduchelstorf, Groß Siemz, Lockwisch und Selmsdorf.

Geschichte

Schönberg wurde im Jahr 1219 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort wurde bald danach Residenz der Bischöfe von Ratzeburg. Das Hochstift Ratzeburg, allgemein Land Ratzeburg genannt, fiel nach dem Dreißigjährigen Krieg als Fürstentum Ratzeburg an Mecklenburg und gehörte ab 1701 zum Herzogtum Mecklenburg-Strelitz. 1822 erhielt Schönberg das Stadtrecht. Nach der Reichseinigung von 1871 geriet Schönberg in den wirtschaftlichen Sog des benachbarten Lübeck. 1934 wurden die Ämter Grevesmühlen und Schönberg zum Kreis Schönberg zusammengelegt, Sitz der Kreisverwaltung war Schönberg. Die Kreisverwaltung wurde 1949 in das 20 km östlich gelegene Grevesmühlen verlegt.

Durch die Lage an der innerdeutschen Grenze wurde die Stadt hart getroffen und erholt sich seit der Wiedervereinigung langsam. Der Altstadtkern wird seit 1994 saniert.

Sehenswürdigkeiten

  • Altstadt
  • St.-Laurentius-Kirche - hier findet der jährliche Schönberger Musiksommer statt
  • Volkskundemuseum
  • Bechelsdorfer Schulzenhaus

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Neben den mittelständischen Unternehmen der Möbelproduktion (Palmberg Büroeinrichtungen) und der IT-Branche (ENMIC GmbH) gibt es zahlreiche kleinere Handwerksunternehmen.

Verkehr

Schönberg liegt an der Bundesautobahn 20 zwischen Lübeck und Wismar, an der Bundesstraße 104 von Lübeck nach Schwerin sowie an der Eisenbahnstrecke von Lübeck über Bad Kleinen nach Rostock. Der Flughafen Lübeck liegt ca. 15 km entfernt.

Ende der 1940er-Jahre wurde die Stichbahn nach Dassow und darüber hinaus nach Pötenitz nahe dem Priwall als Reparationsleistung von der sowjetischen Besatzungsmacht abgebaut. Eine direkte Verbindung nach Schwerin wurde noch in den 1940er-Jahren geplant, doch wurde das fehlende Verbindungsstück Schönberg-Rehna, von einigen Trassierungsarbeiten und Brückenbauten abgesehen, niemals fertiggestellt.

Bildung

Das 1823 aus der Ratzeburger Domschule hervorgegangene Realprogymnasium hatte Absolventen wie Werner von Siemens und Ernst Barlach. Zu Ehren Ernst Barlachs wurde das ansässige Gymnasium am Oberteich mit ca. 650 Schülern „Ernst-Barlach-Gymnasium“ benannt. Zusätzlich gibt es in Schönberg auch eine Regionale Schule, die „Grundschule am Oberteich“ (beide in Trägerschaft der Stadt Schönberg) sowie die Allgemeine Förderschule „Anne Frank“ (in Trägerschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg). Seit dem Schuljahr 2006/2007 hat auch eine evangelische Grundschule in Trägerschaft der Diakonie ihren Betrieb aufgenommen.

Städtepartnerschaften

Sonstiges

Bekannt wurde Schönberg durch seinen Fußballverein FC Schönberg 95, der es in den Jahren von 1999 bis 2004 jedes Jahr als Landes-Pokalsieger in die DFB-Pokal-Hauptrunde schaffte und dort an renommierten Gegnern wie dem FC Bayern München oder dem Hamburger SV scheiterte.

Nordwestlich der Stadt (zur Gemeinde Selmsdorf gehörig) befindet sich die Deponie Ihlenberg (auch bekannt als Deponie Schönberg), welche seit 1977 betrieben wird und auf der seit vielen Jahren Hausmüll und Sondermüll behandelt und entsorgt werden.

Wikipedia
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