Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Scannerkasse

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Scannerkassen sind Kassen, die außer einer manuellen Eingabe über Tastatur auch ein Barcodelesegerät haben, mit dem die auf den Artikel angebrachten European Article Number (EAN)- oder Universal Product Code (UPC)-Codes beim Darüberziehen gelesen werden.

Beim Einlesen wird die Artikelnummer aus dem Barcode (Strichcode) gelesen und an das dahinter geschaltete Kassensystem übertragen, das aus einer Datenbank Preis, Artikelbezeichnung usw. an der Kasse anzeigt und auf den Rechnungsbon aufdruckt.

Das gilt nur im allgemeinen, es gibt spezielle EAN-Codes, z.B. im Pressebereich wo auch Preis- oder im Frischwarenbereich Gewichtsinformationen hinterlegt sind.

Um einen Barcode in allen Richtungen lesen zu können, werden omnidirektionale Laserscanner eingesetzt. Diese haben mehrere Linien, die durch ein Spiegelrad im Inneren des Scanners zu einander geneigt werden. Dadurch kann das Scansignal von mindestens einer Linie ausgewertet werden. So muss das Produkt, das eingescannt werden soll nur mit dem Code in Richtung Scanner gelegt werden, die Richtung des Codes selbst ist aber dabei unerheblich.

Bei Kassen, an denen auch größere Gegenstände, die nicht auf den Kassentisch gehoben werden können, abgelesen werden sollen, beispielsweise in Baumärkten, können zusätzlich oder auch nur Handscanner eingesetzt werden.

Hinweis: Die Scanner lesen immer nur den Barcodeinhalt, der aus der EAN- oder UPC-Nummer besteht und auch im Klartext lesbar ist. Alle anderen Infos wie Bezeichnung, Preis, etc. kommen aus der dahinterliegenden Datenbank der einzelnen Kasse oder des ganzen Kassenystems. Daher können auch für einen Artikel in verschiedenen Geschäften unterschiedliche Bezeichnungen hinterlegt sein. (Es sind schon öfters Flugblätter aufgetaucht, die darauf hinweisen, dass Waren mit EAN-Nummern mit bestimmten Endziffern schädlich seien. Das ist schlichtwegs falsch und wird auch gerichtlich geahndet.)

Entwicklungen deuten aber in Richtung eines RFID-Chips, wo viel mehr Informationen im Chip gespeichert werden können, und das Barcodeetikett abgelöst wird.

Auswertung

Bei Supermarktfilialen können die erhobenen Daten wöchentlich und Online zu einem Markforschungunternehmen geschickt werden, z.B. "ACNielsen" (Datenschürfung (data mining)).

Gerade große Filialen erweitern Ihren Bürobedarf gerne mit digitalen Kassensystemen da sie damit über eine gute Anbindung an bereits laufende Warenwirtschaftssysteme verfügen. Kassensysteme werden heutzutage in praktisch jedem großen Markt oder Verkaufsgeschäft eingesetzt. Sie erfüllen denselben Zweck wie automatische Kopiersysteme oder Postbearbeitung, alles läuft Hand in Hand ohne Medienbruch. In Pressefachgeschäften werden die gesammelten Daten Abends an den "Grossisten" (Lieferant) übertragen und damit eine Nachbestellung der verkauften Artikel ausgelöst. Dies nennt man VMP-Versand (verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale). Bei Presseartikeln ist im EAN-Code der Preis hinterlegt und kann von modernen Scannerkassensystemen für diesen Fachbereich ohne weiteres verwendet werden, so das man immer seine Artikel scannen kann, ob sie in der Datenbank angelegt sind oder nicht. [1]

Quellen

  1. www.relotec-online.de

Siehe auch

Kassenarbeitsplatz

Persönliche Werkzeuge