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Scan Line Interleave

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Scan Line Interleave (SLI) ist ein in der 3D-Computergrafik eingesetztes Verfahren zur Lastverteilung der Rechenarbeit auf mehrere Grafikchips. Ursprünglich wurde dieses Verfahren Anfang 1998 von 3dfx zur Leistungssteigerung von Grafikkarten der Voodoo-Reihe (insbesondere Voodoo 2) entwickelt.

Funktionsweise

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Eine einzelne Voodoo 2-Grafikkarte
Bild:Loop kabel voodoo 1.jpg
VGA-Loop-Kabel einer Voodoo 1 Karte

Üblicherweise werden zwei Grafikkarten oder zwei Grafikprozessoren miteinander verbunden, eine Karte bzw. Chip berechnet alle geraden Bildschirmzeilen, die andere alle ungeraden. Theoretisch verdoppelt sich so die Leistung, allerdings müssen beide Karten bzw beide Chips mit Geometrie- und Texturinformationen versorgt werden, dies verlangsamt die Berechnung zwar, andererseits muss nach dem Rendern des Halbzeilenbildes nur die Hälfte der Daten in den Frame- bzw Back-Buffer geschrieben werden bzw in den RAMDAC gelesen werden. Bei damaligen Voodoo 2 Systemen mit Pentium II Prozessor konnte eine Leistungssteigerung von etwa 40 bis 60% erzielt werden - man konnte bei selber Framerate die Auflösung von 800x600 auf 1024x768 anheben.

Bei der Lösung mit zwei getrennten Grafikkarten werden diese extern über ein spezielles VGA-Loop-Kabel miteinander sowie intern über ein kleines Flachbandkabel verbunden, der RAMDAC der ersten Grafikkarte (an die der VGA-Monitor angeschlossen wird) kombiniert die beiden Bilder und schickt sie zum Monitor.

Mit der Voodoo 5 Serie hat 3dfx auch mehrere SLI-fähige Grafikchips (VSA 100) auf einer Grafikkarte verbaut.

Grafikchips die SLI unterstützen

Folgende Grafikchips unterstützen SLI:

Bei der Voodoo 2 werden immer zwei gleiche Karten benötigt. Bei Voodoo Graphics und VSA 100 war SLI nur mit Grafikkarten möglich, die bereits zwei oder mehrere SLI-fähige Grafikchips bestück waren.

NVIDIAs SLI

Die im Jahr 2004 von NVIDIA eingeführte Scalable Link Interface-Technologie (SLI), die ebenfalls einen paarweisen Betrieb von 3D-Grafikkarten zwecks Lastverteilung zulässt, baut nicht auf der Scan-Line-Interleave-Methode auf, auch wenn es die Verwendung der gleichen Abkürzung vermuten lässt.

Wikipedia
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