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Satellitenbild

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Unter einem Satellitenbild versteht man die von einem Satellit aufgenommene Abbildung der Erdoberfläche. Lange Zeit handelte es sich dabei um kleinmaßstäbige Abbildungen, seit den letzten Jahren gibt es jedoch zahlreiche sehr hochauflösende Satelliten (z.B. Quickbird 2 seit 2001, IKONOS seit 2002) die eine Detailschärfe erreichen, die den klassischen flugzeuggetragen Luftbildkameras nahezu gleichwertig sind.

Überblick

Prinzipiell sind zwei Methoden zu unterscheiden:

  • Passive Systeme (fotografische Kameras, digitale beziehungsweise CCD-Kameras, Infrarot- und Multispektral-Sensoren): Sie registrieren das von der Erde reflektierte Sonnenlicht beziehungsweise andere Strahlungen in Form getrischer Abbildungen. Diese Abbildungen werden unter der Bezeichnung Satellitenfotos zusammengefasst.
  • Aktive Systeme: Sie strahlen eigens erzeugte elektromagnetische Wellen ab (Radar- und andere Funkwellen, Laser) und scannen deren diffuse Reflexion.

Die Herstellung und Bearbeitung von Satellitenbildern ist ein Standardverfahren der Fernerkundung und vieler Geowissenschaften. Sie dient auch der kostengünstigen Erzeugung von Landkarten und großräumigen Analysen im Umweltschutz. Die Klassifizierung und Interpretation von Satellitenbilddaten liefert wichtige Datenbestände für Geoinformationssystemen (GIS).

Die NASA hat ein Programm hergestellt (NASA World Wind), mit dem es möglich ist, sich Satellitenbilder von der ganzen Welt anzuschauen. Google hat ebenfalls ein Programm entwickelt (Google Earth), das von vielen Großstädten auch außerhalb der USA hochauflösende Satellitenbilder darstellt. Auch von Microsoft wird ein entsprechender Dienst namens Windows Live Local angeboten.

Siehe auch

Literatur

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) (Hrsg.): Kunstwerk Erde. Satellitenbilder aus dem All. Frederking & Thaler, München 2001, ISBN 3-89405-451-4

Weblinks

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