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Santiago de Compostela
Aus Kefk.
| Santiago de Compostela | |
| Bild:Escudo Santiago de Compostela.jpg | Bild:Situacion Santiago de Compostela.PNG |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat: | Spanien |
| Region: | Galicien |
| Provinz: | A Coruña |
| Einwohner: | 92.919 (2005) |
| Fläche: | 223 km² |
| Höhe: | 260 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 15700 |
| Telefonvorwahl: | (+34) 981 |
| Koordinaten: | Koordinaten: 42° 53' N, 8° 32' W42° 53' N, 8° 32' W |
| KFZ-Kennzeichen: | C
|
| Flughafen: | Flughafen Santiago |
| Webpräsenz: | santiagodecompostela.org |
| Bürgermeister: | Xosé Antonio Sánchez Bugallo (PSOE) |
Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Galicien und hat rund 93.000 Einwohner (Stand 2005). Die Stadt ist katholischer Erzbischofsitz und Wallfahrtsort sowie Standort der Universität Santiago de Compostela und wichtiger pharmazeutischer Industrie.
Inhaltsverzeichnis |
Namensherkunft
Der Name setzt sich zusammen aus Santiago (dt.: heiliger Jakob), was über die Zwischenform Sant Jago eine abgeschliffene Form von lat. Sanctus Iacobus darstellt, und Compostela. Der zweite Namensteil wird verschieden gedeutet. Volksetymologisch und wegen der Erwähnung einer Lichterscheinung in Zusammenhang mit dem Jakobsgrab wird gern das lateinische campus stellae – Sternenfeld angenommen (siehe Stadtwappen: Stern und Reliquienschrein). Allgemein geht man heute von einem Friedhof – die Römer begruben Ihre Toten an Wegen und Kreuzungen – an einer Straße als Namensgeber aus und erklärt etwa mit lat. compostum – Friedhof. (Im Museum der Kathedrale kann der alte Weg unterhalb der Kathedrale besichtigt werden.)
Weil aber auch diese Erklärung letztendlich nicht beweisbar ist, finden sich in der Fachliteratur (u. a. bei Legler) weitere Deutungsversuche, die das in der Translatio erwähnte vorchristliche Heiligtum einbeziehen.
Geschichte
Das heutige Santiago entwickelte sich ausgehend von einer Umspannstation (mansio) der römischen Post. Diese befand sich dort, wo an der Fernstraße XIX von Bracara Augustus über Lucus Augustus nach Asturica Augusta, heute Braga, Lugo und Astorga, die Straße nach Iria Flavia, dem wichtigsten Hafen Gallaecias, und nach Brigantium abzweigte. Man neigt heute dazu, diese Umspannstation und die daraus entstandene Ansiedlung mit Asseconia zu identifizieren.
1985 wurde Santiago de Compostela von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Camino de Santiago (Jakobsweg) wurde 1987 zum ersten europäischen Kulturweg erhoben. Im Jahr 2000 war Santiago de Compostela Kulturhauptstadt Europas.
Einwohnerentwicklung
| Bevölkerungsentwicklung von Santiago de Compostela zwischen 1900 und 2005 | |||||
| 1900 | 1930 | 1950 | 1981 | 2004 | 2005 |
| 24.120 | 38.270 | 55.553 | 82.404 | 92.298 | 92.919 |
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Pilgerwesen
Santiago wurde um 830 zum Wallfahrtsort, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb. In der eindrucksvollen Kathedrale schmückt ein vergoldeter Baldachin den Altar. Ein ständiger Pilgerstrom bildet Schlangen, eine große Sitzfigur des hl. Jakobus wird als Zeichen der Ehrerbietung umarmt und geküsst.
Santiago de Compostela gehörte neben Rom und Jerusalem zu den bedeutendsten Pilgerzielen des christlichen Mittelalters. Das Einzugsgebiet reichte bis Skandinavien und in das östliche Mitteleuropa. Seit dem 15. Jahrhundert sind heilige Jahre belegt, die immer dann stattfinden, wenn der Jakobstag (25. Juli) auf einen Sonntag fällt. Seit dem Heiligen Jahr 1976 erlebt der Jakobsweg eine Renaissance. Jährlich treffen etwa 75.000 Pilger zu Fuß, auf dem Fahrrad, zu Pferd oder als Rollstuhlfahrer in Santiago ein. Seit dem frühen 11 Jh. ist die Jakobsmuschel (Pecten maximus) als Pilgerzeichen belegt. 1106 wurde in Italien von Wundern berichtet, die allein durch die Berührung eines solchen Pilgerzeichens stattfanden. Die Muscheln wurden von der Atlantikküste nach Santiago gebracht, üblicherweise mit zwei Löchern versehen und auf dem Markt nördlich der Kathedralentür an die Pilger verkauft. Die Muscheln wurden vorne am Hut getragen und dem Pilger oft mit ins Grab gegeben.
Ein weiterer Pilgerweg führt von Sevilla nach Santiago de Compostela, der sogenannte Silberweg oder Ruta de la Plata. Er führt entlang der Grenze zu Portugal durch die Extremadura und wurde vor etwa 2000 Jahren von den Römern erbaut. Die Mauren nannten ihn "Ruta Bal´latta", was "breiter gepflasterter Weg" bedeutet.
Wirtschaft
Verkehr
Santiago hat einen Flughafen. Dieser wird ab Winter 2005/06 täglich von Ryanair ab Frankfurt-Hahn und London Stansted angeflogen. Auch Air Berlin und Spanair bieten seit Anfang November 2005 regelmäßige Verbindungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Iberia bedient Santiago über Madrid oder Barcelona.
Santiago hat einen Bahnhof und ist somit auch auf der Schiene zu erreichen.
Sehenswürdigkeiten
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Sehenswert ist die Kathedrale von Santiago de Compostela mit ihren Reliquien. Die Fassade der Kathedrale ist auch auf den Spanischen Cent-Münzen (0,01 € bis 0,05 €) abgebildet.
| Bild:Es 5cents.jpg Kathedrale |
Nahe der Kathedrale findet sich das 'Hostal de los Reyes Católicos', das seit 1499 als Königliches Hospiz zur Aufnahme von Reisenden diente, die nach Santiago kamen, und heute eines der bekanntesten und luxuriösesten Parador-Hotels ist. Das Hotel ist eines der ältesten der Welt. Es verfügt über vier wunderschöne Kreuzgänge, elegante Räume, herrliche Zimmer und einen prächtigen Speisesaal.
Sehr sehenswert ist die gesamte, von der UNESCO geschützte Altstadt, die mit der Kathedrale und dem Jakobsweg als Weltkulturerbe ausgewiesen ist.
Die am meisten belebte Straße in der Altstadt Santiagos ist die Rúa de Franco, die direkt zum Platz vor der Kathedrale führt. Hier finden sich zahlreiche, infolge der Lage freilich überteuerte Restaurants mit galicischen Spezialitäten (Pulpo cocido, Vieira etc.).
Von der Kathedrale aus gelangt man durch die Rúa de Franco zum Ausgang der Altstadt und kann dann links über die "Praza de Galicia" (wo sich auch eine Informationsstelle befindet)in den neuen Stadtteil gehen, wo an Wochentagen zwar keine angenehme ruhige Stimmung herrscht, jedoch anschaulich wird, wie die unverfälschte Welt der Galegos aussieht. Nach rechts gelangt man in die Alameida oder "Parque do Ferradura", von dessen Promenade sich ein sehr schöner Blick auf die Altstadt und die Vorderseite der Kathedrale bietet. Im Schatten der Bäume fand noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts der traditionelle Compostelaner Viehmarkt statt, während sich am anderen Ende dieses "Hufeisens" (= Ferradura) das Denkmal für die galicische Dichterin Rosalía de Castro befindet.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Rosalía de Castro (* 1837; † 1885), Lyrikerin
- José Rodríguez Carballo (* 1953), Generalminister des Franziskanerordens
- Mariano Rajoy (* 1955), Politiker
- David Blanco (* 1975), Radrennfahrer
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Diego Gelmírez (* vermutlich um 1069; † 1149), erster Erzbischof von Santiago de Compostela
Städtepartnerschaften
Santiago de Compostela unterhält folgende Städtepartnerschaften:
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Buenos Aires, Argentinien
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Mashhad, Iran
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São Paulo, Brasilien
Literatur
- Christoph Kühn: Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. Geschichte, Kunst und Spiritualität. Leipzig 2005 (peregrinationes – Schriften zur Pilger- und Sakrallandschaft Mitteldeutschlands, Bd. 1), 175 S. mit 20 S/W-Abbildungen. ISBN 3-938442-01-8
- Brian Spencer, Pilgrim souvenirs and secular badges. London : Stationery Office, Medieval finds from excavations in London 7, 1998, 244-248.
- Iny Lorentz: "Die Pilgerin" (Historischer Roman) ISBN 978-3-426-66249-6
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Santiago de Compostela – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
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- Tourist-Info des Verkehrsvereins (spanisch; andere Sprachen nur mit Javascript, Flash und Popup-Fenstern)
- Stadtverwaltung (englisch)
- Extensive source of information for Pilgrims to Santiago (englisch)
- Offizielle Website zum Jakobsweg (englisch, spanisch)
- Sehenswürdigkeiten und Tourismus
- Santiago de Compostela auf dem UNESCO-Weltkulturerbe-Webauftritt (englisch)
| Vorhergehender Ort San Marcos-Monte de Gozo | Jakobsweg Bild:Muszla Jakuba.svg Camino Francés | Nächster Ort Kap Finisterre (Camino a Fisterra) |
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| Vorhergehender Ort Teo 10 km | Jakobsweg Bild:Muszla Jakuba.svg Camino Portugués | Nächster Ort Kap Finisterre (Camino a Fisterra) |
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Bild:Flag of UNESCO.svg
Bild:Flag of Spain.svg
Kulturlandschaften
Coto de Doñana |
Palmenhain von Elche |
Nationalpark Garajonay |
Ibiza |
Jakobsweg |
Monte Perdido
Historische Stadtzentren
Albaicín |
Alcalá de Henares |
Kulturelle Landschaft von Aranjuez |
Ávila |
Cáceres |
Córdoba |
Cuenca |
Salamanca |
San Cristóbal de La Laguna |
Santiago de Compostela |
Segovia |
Tarragona |
Toledo
Archäologische Stätten
Höhle von Altamira |
Atapuerca |
Emerita Augusta |
Las Médulas
Einzelbauten oder Gebäudeensembles
Alcázar (Sevilla) |
Alhambra |
Archivo General de Indias |
Architektur der Mudéjares |
Kirchen des Königreiches Asturien |
Kathedrale von Burgos |
El Escorial |
Arbeiten von Antoni Gaudí |
Generalife |
Hospital de Santa Creu i Sant Pau |
Die Seidenbörse in Valencia |
Römische Mauern von Lugo |
Palau de la Música Catalana |
Zisterzienserkloster von Poblet |
Puente de Vizcaya |
Renaissance-Bauten von Úbeda und Baeza |
Die Sagrada Família in Barcelona |
Kloster San Millán de Yuso und Kloster San Millán de Suso |
Real Monasterio de Nuestra Señora de Guadalupe |
Kathedrale von Sevilla |
Katalanische romanische Kirchen des Vall de Boí
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