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Samoobrona
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Die Samoobrona Rzeczpospolitej Polskiej (kurz Samoobrona oder Samoobrona RP, deutsch Selbstverteidigung der Republik Polen) ist eine Partei in Polen. Von ihren Gegnern wird sie gerne populistisch genannt.
Die Samoobrona wurde 1992 von ihrem Vorsitzenden Andrzej Lepper gegründet und beansprucht für sich, die Interessen der polnischen Landwirte zu verteidigen.
Die Partei wendet sich außenpolitisch teilweise gegen NATO und EU. Innenpolitisch grenzt sich die Samoobrona scharf von allen liberalen Bewegungen ab und verfolgt nach eigenen Angaben einen Dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus, der sich in der Praxis jedoch oft auf eine allgemeine Ablehnungshaltung und in der Vergangenheit auf eine Glorifizierung des Parteivorsitzenden Lepper reduziert.
Die Samoobrona setzte in der Vergangenheit häufig auf außerparlamentarische, teilweise illegale Aktionen. Mehrmals wurden Straßenblockaden errichtet, um den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der EU zu verhindern. Im Sejm fordert die Samoobrona höhere Subventionen für die polnische Landwirtschaft und knüpft damit bewusst an die Planwirtschaft des kommunistischen Polens in der Zeit von 1945 bis 1989 an.
Eher unbedeutend gewann die Samoobrona mit dem Näherrücken des polnischen EU-Beitritts relativ großflächige Popularität. In den Parlamentswahlen 2001 erreichte sie 10,2 % der Stimmen und stellte damit im Sejm die drittgrößte Fraktion. Seit 2005 ist die Samoobrona Mitglied der polnischen Regierungskoalition unter Führung der PiS. Allerdings drängt der Parteivorsitzende Lepper auf Neuwahlen und liebäugelt mit der liberalen Oppositionspartei PO.
Parteivorsitzende
- Andrzej Lepper (1992 bis heute)
Wahlergebnisse zum Sejm
- 1993: 2,78 %
- 1997: 0,08 %
- 2001: 10,20 %
- 2002: 17,50 % (lokale Wahlen)
- 2005: 11,41 %
Siehe auch
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