Salpeter

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit Salpeter in der Chemie. Für den österreichisch-australisch-amerikanischen Astrophysiker siehe Edwin Salpeter.

Salpeter (von lat. sal petrae, Steinsalz) ist der Trivialname einiger häufig vorkommender Nitrate.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Im einzelnen unterscheidet man:

Theorien zur Entstehung natürlicher Vorkommen

  • Salpeter bildet sich in trockenen, heißen, ariden, vegetationslosen Gebieten bei biochemischer Zersetzung (Oxidation) stickstoffhaltiger organischer Stoffe (Guano und andere Exkremente von Vögeln und anderen Tieren), ebenso von Mikroalgen, Stickstoffbakterien u.a.
  • Salpeter entsteht aus der atmosphärischen Stickstoffbindung und der Korrosionswirkung der Salpetersäure auf Gesteinstrümmer des Wüstenbodens
  • Nitrate entstehen aus Tuffen in ausgedehnten Liparit-Formationen

Verwendung

Historisch sind vor allem Kali- und Chilesalpeter als Sauerstoffspender im Sprengsalpeter (Schwarzpulver) von Bedeutung.

Nitrate sind auch wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Dünger.

Siehe auch

  • Salpeterkrieg (auch Pazifischer Krieg, spanisch Guerra del Pacífico), 1879 bis 1884
  • Salpetererunruhen (18. und 19. Jahrhundert), mehrere Bauernaufstände im Hotzenwald
  • Salpeterversprechen, Vertrag zwischen Carl Bosch und der Obersten Heeresleitung von 1914, das die synthetische Herstellung von Salpeter im industriellen Rahmen ermöglichen sollte
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