Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Saccharose

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Allgemeines
Name Saccharose, Sucrose
Andere Namen 2-β-D-Fructofuranosyl-1-α-D-Glucopyranosid
Trivialnamen Kristallzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Haushaltszucker
Summenformel C12H22O11
CAS-Nummer 57-50-1
Kurzbeschreibung süßer Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 342,30 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 1,588 g/cm³ (bei 20 °C)
Schmelzpunkt 185,5 °C
Siedepunkt °C
Dampfdruck -
Löslichkeit 2000 g/l Wasser (bei 25 °C)
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Saccharose, auch Sucrose genannt, ist der Haushalts- oder Kristallzucker, der gemeinhin als „der Zucker“ gilt. Sowohl die Zuckerrübe als auch das Zuckerrohr enthalten dieses Disaccharid.

Inhaltsverzeichnis

Chemische Eigenschaften

Die Saccharose gehört wie andere Zuckerarten zu den Kohlenhydraten. Sie ist ein Disaccharid (Zweifachzucker). Saccharose besteht als Dimer aus je einem Molekül α-D-Glucose und β-D-Fructose. Diese beiden Moleküle sind über eine α,β-1,2-glycosidische Bindung miteinander verbunden, die sich unter Austritt eines Wasser-Moleküls (Kondensationsreaktion) über die OH-Gruppen der anomeren C-Atome miteinander gebildet hat.

Saccharose ist ein nicht reduzierendes Disaccharid. Nicht reduzierende Disaccharide sind über ihre beiden anomeren C-Atome O-glykosidisch miteinander verknüpft, ihre chemische Bezeichnung endet mit -sid. Dies bedeutet, dass im Saccharose-Molekül die beiden Komponenten so miteinander verbunden vorliegen, dass keine Aldehydgruppe unter Ringöffnung (weder vom Glucose- noch vom Fructose-Molekül) gebildet werden kann. Diese nicht reduzierenden Atomgruppierungen nennt man Acetale. Acetale sind im Gegensatz zu Halbacetalen vergleichsweise stabil in basischem und neutralem Milieu. Sie sind nur durch Säurekatalyse zu öffnen, wobei das Disaccharid z.T. in Monosaccharide gespalten wird. Saccharose zeigt aufgrund der in neutralem Milieu unterbleibenden Ringöffnung keine Mutarotation.

Physikalische Eigenschaften

Beim Erhitzen von Saccharose auf 185 °C schmilzt sie und bildet unter Zersetzung eine braun werdende Schmelze (Karamell). Durch Hydrolyse erhält man Invertzucker. Wird die Saccharose verbrannt, entstehen Zuckerkohle und ein übel riechendes Gas.

Wasserlöslichkeit

Saccharose ist in Wasser gut löslich. Die Löslichkeit ist temperaturabhängig:

Löslichkeit reiner Saccharose
Temperatur in °C g Saccharose / g Wasser
50 2,59
55 2,73
60 2,89
65 3,06
70 3,25
75 3,46
80 3,69
85 3,94
90 4,20

Gewinnung

Saccharose wird von vielen Pflanzen mittels Photosynthese gebildet, für die Gewinnung des Haushaltszuckers sind vor allem Zuckerrüben und Zuckerrohr von Bedeutung. In kleinerem Maße wird Saccharose auch aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen.

Siehe auch

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Saccharose, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge