Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Sabine Sinjen
Aus Kefk.
Sabine Sinjen (* 18. August 1942 in Itzehoe; † 18. Mai 1995 in Berlin) war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Ihr Vater, der Diplomingenieur Max Heinrich Sinjen, kehrte nicht aus dem Russlandfeldzug zurück. Sie wuchs bei ihrer Mutter, der Journalistin Marlen Sinjen, geborene Kolbe, in Hamburg und München auf. Ihre Schwester Frauke Sinjen (1940-2003) wurde später ebenfalls Schauspielerin.
Sabine Sinjen, die zunächst beim Kinderfunk des NWDR tätig war und Schauspielunterricht bei Else Bongers nahm, spielte ihre erste Rolle 1957 im Kinofilm Die Frühreifen als unschuldig-naive Hannelore. Sie erhielt daraufhin einen Sieben-Jahres-Vertrag und verkörperte in ihren ersten Filmen wiederholt den jungen, verliebten Teenager. Der Filmproduzent Artur Brauner wollte Sabine Sinjen auf diese Figur festlegen. Doch sie lehnte ab und löste, auch wegen Unstimmigkeiten über die Gage, 1960 vorzeitig den Vertrag. Sie widmete sich in den folgenden Jahren vor allem der Theaterarbeit. 1961 gab sie ihr Debüt am Berliner Schillertheater in Frühlings Erwachen und spielte erfolgreich auf verschiedenen Bühnen.
Wie Romy Schneider ging sie für mehrere Jahre nach Frankreich und drehte dort. Große Popularität gewann sie auch als Tochter von Gustav Knuth in der Fernsehserie Alle meine Tiere. Danach arbeitete sie mit dem Regisseur Ulrich Schamoni und zeigte damit ihr dramatisches Talent. In Fernsehspielen stellte sie immer wieder Frauen in konfliktreichen Situationen dar. 1971 unterzeichnete sie das damals brisante Bekenntnis „Wir haben abgetrieben!“ im Stern, Ausgabe vom 6. Juni. Siehe auch: Schwangerschaftsabbruch.
Sabine Sinjen war seit 1963 mit dem Regisseur Peter Beauvais verheiratet. Nach der Scheidung heiratete sie am 21. Dezember 1984 den Regisseur Günther Huber, den Vater ihres Sohnes Simon (* 1979).
Wegen eines 1984 diagnostizierten Karzinoms an der Tränendrüse verlor sie 1986 nach mehreren chirurgischen Eingriffen ein Auge. Trotz ihrer schweren Erkrankung spielte sie weiter Theater und trat in mehreren Fernsehfilmen auf. 1995 erlag sie ihrem Krebsleiden. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Irrsdorf bei Salzburg.
Filmografie
|
|
Auszeichnungen
- 1958: Bambi
- 1959: Bambi
- 1959: Bravo Otto
- 1960: Bravo Otto
- 1961: Bravo Otto
- 1966: Filmband in Gold (Beste Hauptdarstellerin) für Es
- 1967: Goldene Kamera
- 1971: Ernst-Lubitsch-Preis
- 1972: Bravo Otto
- 1992: Verdienstorden des Landes Berlin
Literatur
- Sabine Sinjen (mit Christiane Landgrebe): Sabine Sinjen - Schauspielerin. Aufzeichnungen aus meinem Leben. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Film-, Fernseh- und Theaterrollen Sabine Sinjens, zusammengestellt von Michael Wenk. Bergisch-Gladbach: Lübbe 1995. ISBN 3-7857-0814-9
Weblinks
- Literatur von und über Sabine Sinjen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie
- Sabine Sinjen in der Internet Movie Database
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sinjen, Sabine |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 18. August 1942 |
| GEBURTSORT | Itzehoe |
| STERBEDATUM | 18. Mai 1995 |
| STERBEORT | Berlin |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sabine_Sinjen, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
