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SS St. Louis

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Jüdische Flüchtlinge an Bord der SS St. Louis im Hafen von Havanna.
Jüdische Flüchtlinge an Bord der SS St. Louis im Hafen von Havanna.

SS St. Louis war ein deutsches Linienschiff, welches im Sommer 1939 mit 950 (andere Quellen sprechen von 937) jüdischen Flüchtlingen Hamburg in Richtung Atlantik verließ. Die meisten waren wohlhabende Juden, die dem nationalsozialistischen Terror zu entfliehen versuchten.

Das Schiff bat US-Präsident Franklin Roosevelt persönlich um Hilfe, die jedoch verweigert wurde. Trotz zuvor erfolgter Zusage erteilte auch Kuba eine Absage, ebenso weigerte sich Kanada zu helfen. Letztlich wurden die Passagiere auf eine Vielzahl europäischer Staaten verteilt. So wurden viele der Flüchtlinge dennoch Opfer des Holocausts.

Die Odyssee des Schiffs führte zu heftigen Diskussionen in den Vereinigten Staaten, da Franklin D. Roosevelt zwar anfangs einige der Flüchtlinge aufnehmen wollte, aber sich letztlich dem Druck seines Staatssekretärs Cordell Hull und der Demokratischen Partei beugen musste, einige Parteimitglieder drohten ihm gar die Unterstützung für die Präsidentschaftswahlen 1940 zu versagen. Am 4. Juni 1939 gab Roosevelt die Order dem Schiff, das in der Karibischen See zwischen Florida and Kuba wartete, die Einreise zu verwehren. Die Passagiere begannen Verhandlungen mit der kubanischen Regierung, die in letzter Minute erfolglos blieben.

Das Drama der SS St.Louis war Gegenstand des 1976 erstaufgeführten amerikanischen Films Voyage of the Damned.

Siehe auch

Weblinks

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