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Surface-conduction Electron-emitter Display

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SED steht für Surface-conduction Electron-emitter Display (etwa oberflächenleitender Elektronen-Emitter-Bildschirm) und bezeichnet eine mit dem FED (Field Emission Display) verwandte Bildschirmtechnologie aus leitfähigen Elektronen-Emittern.

Sie wurde ursprünglich von Canon und Toshiba im Joint Venture SED Inc. entwickelt, doch zum 29. Januar 2007 stieß Toshiba die 50%ige Beteiligung an der SED Inc. aufgrund von Patentstreitigkeiten mit der Nano-Proprietary Inc. an Canon ab.

Für Anfang 2008 ist die Massenproduktion von Displays, welche auf der SED-Technik basieren, geplant und die Auslieferung erster Modelle soll noch Ende 2007 erfolgen.[1] Die Preise sollen leicht über denen vergleichbarer Flachbildschirme liegen.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise

Das Display funktioniert ähnlich wie eine Kathodenstrahlröhre. Doch statt mit einem einzigen Elektronen-Emitter arbeitet ein SED mit je einem Emitter für jedes Subpixel.

Ein Elektronen-Emitter besitzt eine ebene Struktur und einen Emitterbereich, der aus einer ultradünnen Schicht aus Palladiumoxid (PdO), einer Elektrodenschicht und einem Glassubstrat besteht. Die Palladiumoxid-Schicht weist einen wenige Nanometer breiten Schlitz auf. Setzt man die Elektroden unter Spannung, so tritt in diesem winzigen Schlitz ein Tunneleffekt auf. Dieser emittiert dann Elektronen, die im elektrischen Feld einer von außen angelegten Hochspannung beschleunigen und auf ein gegenüberliegendes phosphorbeschichtetes Glassubstrat geschossen werden.

Im Gegensatz zu Bildröhren kommt die SED-Technologie ohne Elektronenstrahl-Ablenkung aus. Dadurch sind große Displays auch für die Wandmontage geeignet. Im Juli 2007 soll die Produktion von 55-Zoll-Displays in SED-Technik auf der konventionellen Fertigungsanlage in Hiratsuka City anlaufen. Im Jahre 2008 will Canon mit Toshiba gemeinsam die neue Technologie in Japan und den USA auf den Massenmarkt bringen.

Besonderheiten

Der Wirkungsgrad des SE-Displays soll bei über 5 Lumen pro Watt liegen und damit deutlich höher sein als die 1 bis 2 Lumen pro Watt bei Plasmabildschirmen. Gegenüber LC-Displays soll laut Hersteller ein Vorteil von 30 Prozent bestehen. Hieraus ergibt sich ein wesentlich geringerer Stromverbrauch: Gegenüber einem LCD verbraucht ein SED nur die Hälfte und gegenüber einer Kathodenstrahlröhre nur ein Drittel an Leistung.

Der erreichbare Kontrast des SED ist ebenfalls höher, etwa 100.000 : 1. Das kommt vor allem durch den Wegfall einer Hintergrundbeleuchtung, wie sie bei LC-Displays notwendig ist. Die Farbe Schwarz wird ebenso wie bei Plasmabildschirmen als richtiges Schwarz dargestellt.

Ein weiterer Vorteil gegenüber aktuellen Flachbildschirmen ist die sehr schnelle Reaktionszeit (unter einer Millisekunde) - ähnlich den klassischen Röhrenmonitoren. Ferner wird von den Herstellern auf höhere Farbtreue und größere Blickwinkel hingewiesen, was noch nachzuweisen wäre.

Ein SED vereint also fast ausschließlich die Vorteile der beiden Technologien CRT und LCD: geringe Leistungsaufnahme, hoher Kontrast, schnelle Reaktionszeit, tiefes Schwarz und flache Bauweise. Nachteile, die das SED mit anderen Flachbildschirmen teilt, sind die Unterstützung nur einer einzigen Auflösung und die Möglichkeit des Auftauchens von Pixelfehlern sowie die Notwendigkeit, eine vollkommen neue Fertigungstechnik einzuführen. Wie bei allen Bildschirmtechnologien, bei denen Phosphor zum Leuchten gebracht wird, besteht auch bei SE-Displays die Gefahr des Einbrennens statischer Bildinhalte.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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