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Sämischleder
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Als Sämischleder (Chamoisleder) werden Leder bezeichnet, die nicht durch Gerben mit Gerbstoffen hergestellt werden.
Sämischleder oder "trangegerbte" Leder werden durch mechanisches Einbringen von Fischöl oder -tran in sog. Walkmühlen haltbar gemacht. Das Fett oxidiert im Innern der Haut und macht diese dabei haltbar. Dazu wird zuvor die Narbe vom Leder entfernt. Es handelt sich also um ein Rauhleder.
Zum Einsatz kommen können in Deutschland die Felle aller Huftiere (div. Hirscharten, Schaf, Ziege, Wild), Rindshäute müssen zuvor gespalten werden.
In den USA und Frankreich wird der Begriff ausschließlich für die abgespaltene Fleischseite von Schafshäuten benutzt, die rein trangegerbt sind.
Es gibt zwei Varianten:
- Echt sämisch - Gerbung nur mit Tran
- Neusämisch (Vorgerbung mit Formaldehyd, danach Nachgerbung mit Tran.
Sämischleder werden hauptsächlich im Trachtenbereich eingesetzt. Hierfür ist eine gerne verwendete Rohhaut Rotwild (Hirschleder).
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