Russische Revolution

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Die rote Fahne als Zeichen der kommunistischen Revolution
Als Russische Revolution (russisch Революция В России/ Transkription Rewoljuzija W Rossii) versteht man generell zwei Höhepunkte in der russischen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.


Inhaltsverzeichnis

Russische Revolution 1905

Die Russische Revolution 1905 umfasste eine Reihe von Auseinandersetzungen und heftigen regierungsfeindlichen Protesten gegen den russischen Zaren Nikolaus II..

Folgen der Revolution:

  • Der Wunsch nach der Wiederherstellung alter bäuerlicher Lebensformen war bei den Sozialrevolutionären lebendig geworden.
  • Liberale traten für Menschen- und Bürgerrechte ein.
  • Reformen für Agrarwirtschaft ermöglichten Bauern, selbst zu wirtschaften und rationale Anbaumethoden einzuführen.

Russische Revolution von 1917 bis 1922

Februarrevolution 1917

Die Februarrevolution von 1917, die durch Aufstände der Arbeiter eine 300 Jahre andauernde russische Zarenherrschaft beendete. Daraufhin wurde eine Doppelregierung von provisorischer Regierung (Duma) und Arbeiter- und Soldatenräten (Sowjets) eingesetzt. Bei Kriegsbeginn 1914 stand die Mehrheit der russischen Bauern hinter der Zarenregierung. Der für Russland ungünstige Kriegsverlauf und die schlechte Versorgung der Zivilbevölkerung führten jedoch bald zu einem Stimmungsumschwung. Die Protestbereitschaft wuchs, zumal Zar Nikolaus II., der seit August 1915 den militärischen Oberbefehl führte, geforderte Reformen ablehnte und stattdessen die polizeiliche Überwachung der Bevölkerung ausweitete. Die Proteststimmung verschärfte sich zu Beginn des Jahres 1917 spürbar, als Preissteigerungen und eine weitere Verschlechterung der Lebensmittelversorgung die Bevölkerung in Petrograd zu Streiks und Demonstrationen trieben. Die vom Zar mit der Unterdrückung der Aufstände betrauten Soldaten weigerten sich - anders als 1905 - auf die Demonstrierenden zu schießen, sondern liefen teilweise zu ihnen über. Der Zar sah sich daraufhin gezwungen abzudanken. (3.3.1917)

März - Oktober 1917

Die durch den Rücktritt entstandene neue Machtsituation überraschte die bürgerlichen Parteien. Zunächst bildete man eine provisorische Regierung aus einem Duma-Komitee, welche die Amtsgeschäfte übernahm und als eine erste Amtshandlung die Verkündung von Grundrechten vollzog. Aus der Revolutionsbewegung entstand parallel dazu ein Arbeiterrat, der Petrograder Sowjet, der aus Menschewiki, Bolschewiki und Sozialrevolutionären bestand. Beide Organe kooperierten und konkurrierten im Folgenden miteinander, ohne wirklich die volle Macht zu übernehmen. Erst die umjubelte Rückkehr Lenins nach Russland am 3. April 1917 änderte die Situation grundlegend. Sein politisches Programm umfasste neben der sofortigen Beendigung des Krieges v.a. keinerlei weitere Unterstützung der provisorischen bürgerlichen Regierung, da er diese für kapitalistisch und unfähig hielt. Besonders die Beendigung des Krieges wurde zum Streitthema der Verantwortlichen. Nach mehreren Umbildungen der provisorischen Regierung hatten einzelne Menschewiki und Sozialrevolutionäre Kabinettsposten erhalten, welche die Regierungslinie, den Krieg fortzuführen, jedoch nicht beeinflussten. Militärische Niederlagen und weitere Verschlimmerungen der Versorgungslage sorgten für einen rapiden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Regierung. Daher konnten die Bolschewiki seit September 1917 klare Mehrheiten in den Sowjets von Moskau und Petrograd für sich verzeichnen.

Oktoberrevolution 1917

Siehe Hauptartikel Oktoberrevolution Damit waren für Lenin, der seine Anhänger bereits seit seiner Rückkehr auf einen bewaffneten Aufstand vorbereitete, endlich günstige Bedingungen für eine Revolution gegeben. In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 1917 nahmen bewaffnete Bolschewiki die wichtigsten Einrichtungen der Hauptstadt Petrograd ein, setzten unter Trotzkis Führung die Regierung ab und riefen die Machtübernahme der Sowjets aus, wobei sie auf relativ geringen Widerstand stießen.

Russischer Bürgerkrieg 1917-1921

Der Russische Bürgerkrieg von 1917-1921 kostete über 8 Millionen Menschen das Leben. Die Bolschewiken gingen als Sieger aus der Auseinandersetzung hervor und gründeten 1922 die Sowjetunion. Der Krieg umfasste (mindestens) vier Auseinandersetzungen:

  1. Innerer Kampf um die bolschewitische Räteherrschaft.
  2. Kampf gegen die deutsche Armee, die den Krieg gegen Russland fortsetzen wollte.
  3. Äußerer Kampf in Gestalt der Intervention der ehemaligen Alliierten England und Frankreich.
  4. Unabhängigkeitskriege der größeren Minderheiten.
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