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Roter Turm (Chemnitz)

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Viele Jahre war der Rote Turm das Wahrzeichen der Stadt Chemnitz. Er ist das älteste Bauwerk der Stadt und wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Er diente zunächst als Bergfried um die umliegenden Siedlungen zu überwachen. Später war er der Sitz des Stadtvogtes. Vermutlich war der Turm schon um 1230 in die Chemnitzer Stadtbefestigungseinlage mit einbezogen.

Den Namen verdankt der Turm der roten Farbe des bei dem Bau verwendeten Porphyrgesteins. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt der Turm sein oben aufgesetztes Backsteingeschoss.

Bis ca. 1900 wurde er als Gefängnis genutzt. Diese Funktion rettete den Roten Turm im 19. Jahrhundert vor dem Abriss, als die Stadtbefestigungsanlagen von Chemnitz abgetragen wurden. Zu seinen Insassen zählten unter anderem August Bebel und Karl Stülpner.

Nachdem der Turm im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, folgte zwischen 1957 und 1959 seine Restaurierung.

Heute befindet sich im Turm eine Außenstelle des Chemnitzer Schlossbergmuseums.

Dies und Das

Die klassische 500-ml-Flasche des Geschirrspülmittels fit hat seit 1968 ihre bekannte Form, die dem „Roten Turm“ nachempfunden ist, denn das Spülmittel wurde bis 1967 im VEB Fettchemie Karl-Marx-Stadt produziert.

Weblinks

Koordinaten: 50° 50′ 3" n. Br., 12° 55′ 17" ö. L.

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