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Roter Sand (Leuchtturm)

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit Leuchtturm Roter Sand, für den geographischen Ort in der Nordsee siehe Roter Sand.
Bild:Leuchtturm roter sand.jpg
Ansicht des Leuchtturms Roter Sand

Der Turm Roter Sand ist ein Leuchtturm in der Nordsee. Er steht in der Außenweser und ist heute nicht mehr als Leuchtfeuer in Betrieb. Jedoch dient er weiter als Markierung und Tagessichtmarke sowie als Sicherung vor der Untiefe Roter Sand.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erbaut wurde der Leuchtturm zwischen 1880 und 1885 – damit war Roter Sand das erste Offshorebauwerk (engl.: Jenseits der Küste) der Geschichte. Die Planungen begannen bereits im Jahre 1878. Zur Gründung musste ein stählerner Kasten bis auf 24 Meter unter den Meeresspiegel hinabgelassen werden. Der erste Leuchtturmwärter nahm seinen Dienst am 1. Oktober 1885 auf. Durch seine rot-weiße Markierung war er der Prototyp aller Leuchtürme dieser Art.

Im Jahr 1964 löste der Leuchtturm Alte Weser den Roten Sand als Leuchtfeuer ab. Gründe hierfür waren die leicht veränderte Fahrrinne in der Außenweser sowie der Bauzustand des Leuchtturms, der nur schwer – wenn überhaupt – eine Modernisierung, unter anderem mit modernem Radar, zugelassen hätte. 1986 wurde das Feuer gelöscht.

Das Bauwerk ist auf einer 55-Cent-Briefmarke in der Serie "Leuchttürme" abgebildet, die von der Deutschen Post AG am 8. Juli 2004 ausgegeben wurde.

Technische Daten

Bild:Briefmarke-RoterSand.jpg
Briefmarke Roter Sand
  • Gesamthöhe einschließlich des im Meeresgrund stehenden Fundaments: 52,5 m
  • Höhe über dem Meeresspiegel bei Niedrigwasser: 30,7 m
  • Geschosszahl: Fünf, mit abgeschotteten Treppengängen
  • Feuerhöhe: 24 m
  • Trageweite: weiß 10 sm / rot 7 sm / grün 6 sm
  • Optik: Gürtellinse
  • Typ: See-, Leit- und Quermarkenfeuer

Sonstiges: Der Sockel des Fundaments ist bei Hochwasser mehr als 1 m überspült. Schiffe können an zwei Dalben bei ruhiger See vor dem Turm festmachen.

Heutige Verwendung

1987 begann man mit der Erhaltung und Instandsetzung des jetzt auch unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks.

Seit 1990 kann man Roter Sand besuchen und seit 1999 steht er Touristen während der Sommermonate zu Wochend-Übernachtungen zur Verfügung.

Siehe auch

Weblinks

Koordinaten: 53° 51' 18" N, 8° 04' 54" O

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