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Rote Weißeritz

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Bild:Rote Weisseritz Dippoldiswalde 111-1122 IMG.JPG
Rote Weißeritz in Dippoldiswalde am 13. August 2002, 08:02 Uhr
Bild:Rote Weisseritz Dippoldiswalde 127-2780 IMG.JPG
Rote Weißeritz in Dippoldiswalde am 24. Oktober 2002, 10:03 Uhr

Die Rote Weißeritz ist ein Quellfluss der Weißeritz. Sie entspringt nahe dem Erzgebirgskamm bei Altenberg auf einer Höhe von 787 m. Bis zum Zusammenfluss mit der Wilden Weißeritz weist sie eine Lauflänge von 36,5 km und ein Gefälle von 606 m auf. Ihr Einzugsgebiet umfasst insgesamt 161,2 km².

Von der Quelle bis zum Mittellauf durchfließt die Rote Weißeritz in einem engen und stark eingetieften Tal größere Waldgebiete und einige Ortslagen, bevor sie die Kreisstadt Dippoldiswalde erreicht. Unterhalb von Dippoldiswalde wird der Fluss für zur Brauchwassergewinnung, Elektroenergieerzeugung und Niedrigwasserregulierung in der 1908–1913 erbauten Talsperre Malter gestaut. Ausschlaggebend für den Bau des Sperrwerks war aber der Hochwasserschutz, nachdem ein verheerendes Hochwasser 1897 im Tal 320 Häuser zerstörte und 19 Menschen in den Tod riss. Unterhalb der Talsperre Malter durchfließt die Rote Weißeritz schließlich das enge und naturbelassene Tal des Rabenauer Grundes, bevor sie sich in Freital mit der Wilden Weißeritz zur Weißeritz vereinigt.

Das Tal der Roten Weißeritz ist für die verkehrliche Erschließung des Osterzgebirges von besonderer Bedeutung. Zwischen Dippoldiswalde und Schellerhau nutzt die Bundesstraße 170, eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik, das Tal. Seit 1882/83 ist zudem zwischen Freital und Kipsdorf die Weißeritztalbahn, eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm, in Betrieb. Auf Ihr verkehren Personenzüge mit Dampflokomotiven. Die Bahn wurde beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 schwer beschädigt ist deshalb weitgehend außer Betrieb. Im intakten Abschnitt finden allerdings zwischen Dippoldiswalde und Seifersdorf Sonderfahrten statt (Stand 11/2005). Der Wiederaufbau der Strecke ist zwar beschlossen, der symbolische Spatenstich (Start der Planungsarbeiten) zum Wiederaufbau erfolgte am 14. September 2004, die Fertigstellung wird sich aber noch bis 2007 verzögern.

Orte an der Roten Weißeritz: Altenberg, Kipsdorf, Schmiedeberg, Dippoldiswalde, Rabenau

Mühlen an der Roten Weißeritz: Riedelmühle

Siehe auch: Liste der Gewässer in Sachsen

Zu den beiden Fotos: Diese zwei Fotos entstanden während und nach dem Jahrhunderthochwasser vom gleichen Standort (Brücke der E55/B 170 in 01744 Dippoldiswalde).

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