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Rote Sonne (Film)
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Rote Sonne |
| Produktionsland: | BRD |
| Erscheinungsjahr: | 1969 |
| Länge (PAL-DVD): | ca. 90 Minuten |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Altersfreigabe: | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie: | Rudolf Thome |
| Drehbuch: | Max Zihlmann |
| Musik: | Tommaso Albinoni |
| Kamera: | Bernd Fiedler |
| Besetzung | |
| |
Rote Sonne ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1969. Regie führte Rudolf Thome.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Thomas trampt von Hamburg nach München. Dort trifft er im Nachtclub „Take Five“ seine Ex-Freundin Peggy. Thomas hat noch kein Bett für die Nacht, und Peggy findet Thomas noch immer sympathisch. So nimmt sie ihn nach Feierabend - die Sonne geht gerade auf - mit nach Hause. Die Mitbewohnerinnen ihrer aus vier Frauen bestehenden Wohngemeinschaft sind nicht erfreut, als sie merken, dass Thomas sich bei Peggy einnistet, und erinnern diese an ihre Abmachung. Peggy versucht, Thomas aus der Wohnung zu bringen und ihn woanders einzuquartieren, doch Thomas taucht wieder in der WG auf. Als Thomas schießlich hinter das WG-Geheimnis kommt und die anderen bemerken, dass er etwas ahnt, bleibt Peggy nichts anderes übrig, als ihn zum Starnberger See zu locken, wo Thomas sie mit seinem Wissen konfrontiert. Er fordert sie in provokanter Weise auf, ihn zu erschießen. Unter Tränen folgt Peggy dieser Aufforderung; eine gegenseitigen Schießerei führt dazu, dass beide sterben.
Zitate
- Peggy: „Thomas, Du kannst hier nicht bleiben.“
- Thomas: „Wieso nicht?“
- Thomas: „Komm, wir fahren nach Marokko in die Sonne. Die macht uns schön und glücklich und zu besseren Menschen.“
- Peggy: „Das geht nicht.“
- Thomas: „Was geht hier eigentlich vor?“
- Isolde: „Wir bringen Männer um.“
- Sylvie: „Der Bauer guckt schon.“
- Peggy: „Bauern gucken immer kritisch.“
Zugabe
In der DVD-Ausgabe gibt es zusätzliches Material, darunter einen Kommentar des Filmes von Thome und Langhans, die sich über die Dreharbeiten 1969, aber auch die Wirkungsgeschichte des Filmes seither unterhalten. Langhans musste auf Wunsch von Obermaier die ganze Zeit bei den Dreharbeiten dabei sein, um ihr psychischen Support zu geben.
Thome meint, der Film spreche seiner Erfahrung nach immer wieder neu die Jugend jeder Generation an.
Langhans meint, der Film enthalte die Utopie einer selbstbestimmten Lebensgemeinschaft von Frauen, die sich in ihrem Lebens- und Kommunikationsstil zuerst aufeinander beziehen und nur sekundär auf Männer (was er mittlerweile zusammen mit fünf Frauen realisiert). Langhans stellt fest, dass es im Film die Frauen waren, die ein Jahr vor der Bildung der RAF, hypothetisch im Film den Einsatz von Sprengstoff zu politischen Zwecken erwogen haben. Er bezieht sich für die Hintergrundgedanken des Filmes auf das Flugblatt von SDS-Frauen „Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen“ (auf dem er als einziger männlicher SDS-Führer nicht aufgeführt war).
Kritiken
prisma-online: Diesen grotesk-unterhaltsamen 68er-Film drehte Rudolf Thome mit einer außerordentlich schönen Fotografie und meist witzig-vertrackten Dialogen. Dabei griff der Regisseur gleich auf diverse Genres des Hollywood-Kinos zu und schuf einen Film, „der das Lebensgefühl einer Generation spiegelt, für die Lebens- und Kinoerfahrung eins sind“ (Lexikon des Internationalen Films). Für seinen sogenannten „feministischen“ Spielfilm holte Thome 1969 Deutschlands berühmteste Kommunardin Uschi Obermaier als Disco-Queen vor die Kamera.
Weblinks
- Rote Sonne in der Internet Movie Database
- Inhalt
- Filmplakat
- Wim Wenders Filmkritik 1970
- Kritik bei Filmportal
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