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Rotationsenergie
Aus Kefk.
Rotationsenergie ist die kinetische Energie eines starren Körpers, der um eine feste Achse rotiert. Diese Energie ist abhängig von dem Trägheitsmoment und der Winkelgeschwindigkeit des Körpers. Je mehr Masse von der Rotationsachse entfernt ist, desto mehr Energie wird benötigt, um einen Körper auf eine bestimmte Rotationsgeschwindigkeit zu bringen.
Dies lässt sich durch folgendes Experiment verdeutlichen: Zwei gleich schwere Kugeln mit identischen Radien werden auf eine schiefe Ebene gelegt und rollen herunter. Eine Kugel besteht aus einem leichten Material wie Kunststoff und ist massiv gefertigt. Die andere Kugel jedoch ist hohl, besteht aber aus einem dichteren und somit schwereren Material als Metall. Die hohle Kugel wird langsamer rollen, da bei ihr die gesamte Masse auf einer dünnen Schale mit gewissem Abstand zur Rotationsachse verteilt ist. Die massive Kugel mit derselben Masse rollt schneller, weil prozentual mehr Masse nahe der Rotationsachse liegt und sich daher langsamer auf der Kreisbahn bewegen muss.
Ein mit der Winkelgeschwindigkeit ω um die x-Achse rotierender Körper besitzt die Rotationsenergie
mit
- Jx oder auch θ: Trägheitsmoment des Körpers um die x-Achse
- ω: Winkelgeschwindigkeit
Allgemein lässt sich dies ausdrücken als
- Jαβ: Trägheitsmoment
: Winkelgeschwindigkeit
Um die Energie eines um eine beliebige Achse rotierenden Körpers anzugeben, wird die Winkelgeschwindigkeit nun durch ihre Vektorkomponenten ausgedrückt:
wobei die Komponenten für n die Komponenten in x-, y- und z-Achsenrichtung darstellen und für die Rotationsenergie nun gilt:
Die Indizes α und β können hier jeweils Werte von 1 bis 3 annehmen.
Für ein quaderförmiges Objekt, welches beispielsweise um die Diagonale durch seine xy-Fläche rotiert, würde die Winkelgeschwindigkeit wie folgt aussehen:
Siehe auch: potentielle Energie, kinetische Energie
