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Rolle

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Die Rolle (von mittelhochdeutsch rulle – kleines Rad) trägt in der deutschen Sprache sehr verschiedene Bedeutungen:

Inhaltsverzeichnis

Gegenstand

  • Ein weder angetriebenes noch Drehmomente übertragendes (Fahrzeug-)Teil, siehe Rad.
  • Verschiedene Rollen in der Technik und Physik wie z.B. eine mit einer Rille versehene Scheibe, über die ein Seil läuft, um den Lauf des Seiles oder den benötigten Kraftvektor umzulenken.
  • Eine konvex gewölbte Scheibe, die durch ihre "Mittenverdickung" einen planen "Transmissionsriemen", der darüber gelegt ist, kraftvektoriell mittenzentriert hält, sodass keine weiteren Führungsmaßnahmen, z.B. Stege, nötig werden.
  • Etwas walzenförmig Zusammengerolltes oder -gewickeltes (Garnrolle, Drahtrolle, Schriftrolle).
  • Eine Mangel.
  • Den Anhänger eines Traktors.
  • Im Bergbau eine senkrechte oder schräge, schachtartige Verbindung von einer höher gelegenen Strecke zu einer daruntergelegenen, durch die Material von oben nach unten geschüttet werden kann, siehe Rolle (Bergbau).
  • Ein Hilfsmittel beim Angeln zum Aufrollen der Angelschnur und Heranziehen des gefangenen Fisches

Eine Bewegung oder einen Bewegungsablauf

  • Beim Turnen eine Übung am Boden oder einem Gerät, wo der Körper um die eigene Quer- oder Längsachse gedreht wird, siehe Rolle (Turnen).
  • Im Kampfsport eine Technik um ein Vorwärtsfallen möglichst ohne Schaden zu überstehen, siehe Fallschule.
  • Rollen ist auch Begriff aus der Schiff- und auch Luftfahrt, der eine Bewegung um die Längsachse beschreibt
  • eine Kunstflugfigur aus dem Katalog von Aresti. Das Flugzeug dreht sich dabei ausschließlich um die Längsachse mittels der Querruder und der Seitenruder, siehe Rolle (Kunstflug)

Im übertragenen Sinne

  • Die von einem Schauspieler zu verkörpernde Figur; siehe: Rolle (Theater).
  • In der Soziologie und den Sozialwissenschaften die gebündelten Erwartungen an eine Person in einem System (z. B. der Gesellschaft, der Familie, dem Unternehmen); siehe Homo sociologicus und Soziale Rolle; vergleiche auch die Wortherkunft.
  • In der (Alten-)Pflege wird durchaus auch in diesem soziologischen Sinn von Rollenumkehr gesprochen, wenn Jüngere die bemutternde Pflegerolle bei Älteren übernehmen. Dabei kann es zu Rollenkonflikten kommen. Dies wurde verstärkt beobachtet, wenn es sich um die eigenen Eltern handelt, die pflegebedürftig geworden sind.
  • In der Pädagogik und Psychiatrie ist das Rollenspiel eine therapeutische Methode.
  • In der Informatik die Berechtigungen und die Eigenschaften des Benutzers einer Software (user role), siehe Benutzerrolle.
  • eine Auflistung von Besatzungsmitgliedern eines Schiffes: Musterrolle

Rollenbeschreibung

Eine Rolle repräsentiert eine Menge von Aufgabentypen, die durch den Rolleninhaber zu erledigen ist. Die Rollenbeschreibung fungiert auch als ein Synonym für ein oder mehrere Ressourcenobjekte. Sie kann auch dargestellt werden als "Rolle = Qualifikation + Kompetenz", wobei Qualifikation = Fähigkeit eines Mitarbeiters, die von der Person selbst erworben wurde und nicht entzogen werden kann, sowie Kompetenz = arbeitsplatz-spezifische Verpflichtung und Privilegien eines Mitarbeiters sind, die ihm zugewiesen und wieder entzogen werden können.

weitere Bedeutungen

  • In Deutschland den Gewerbeschein für Handwerker siehe Handwerksrolle.
  • Das Verb rollen als Aussprachebeschreibung für das Phonem des gerollten Rs, siehe R: Aussprache.
  • Umgangssprachlich von der Rolle sein, im Sinne von "die Konzentration verloren haben", "aus dem Konzept gebracht worden sein", "die Linie verloren haben" (leitet sich von den Steherrennen im Radsport ab, wo ein Fahrer fast alle Chance verliert, wenn er den Kontakt zu seinem Schrittmacher und damit den Windschatten verliert).
  • Trainingsgerät im Radsport, andere Bezeichnungen Rollentrainer, Rollertrack, siehe auch Freie Rolle, Trainingsrolle.
  • Die Angelrolle dient als Schnurspeicher im Angelsport.
  • Bezeichnung eines Fleichstücks der Färse (Rind).
  • Die soziale Rolle als Bündel von Erwartungshaltungen von Bezugsgruppen an die sie innehabene Person.
  • In der Jugendsprache wird "Rolle" gern zur Beschreibung einer attraktiven Person verwendet (bsp.: Guck dir mal den an, is' das nicht n Rolle?)

Personen

Orte

Weblinks

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Rolle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Bild:Disambig-dark.svg Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
Wikipedia
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