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Roger Garaudy

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Roger Garaudy (* 17. Juli 1913 in Marseille) ist ein französischer Schriftsteller, Philosoph und früherer Kommunist. Nachdem er sich in den sechziger und siebziger Jahren dem Christentum zuwandte, trat er 1982 zum Islam über. Er vertritt heute extrem revisionistische und antizionistische Ansichten.

Garaudy, Hochschulprofessor für Kunstgeschichte und Philosophie, war Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Frankreichs (KPF). 1965 wurde er zum Kritiker der orthodoxen Parteilinie und trat später für einen Dialog mit dem Christentum ein. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die ČSSR 1968 führte zum Bruch mit der KPF, die ihn 1970 ausschloss.

In den siebziger Jahren setzte sich Garaudy für einen Dialog der Weltreligionen unter sozialistischer Zukunftsperspektive ein. 1981 war er Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen auf einer linksalternativen und ökologischen Liste.

Nach seinem Übertritt zum Islam wurde er zunehmend zum Kritiker des Staates Israel. Mit erheblicher finanzieller Unterstützung aus arabischen Kreisen wendet er sich seither zudem gegen die Politik der USA, denen er Lobbyismus für den Staat Israel vorwirft.

Wegen Leugnung des Holocausts in seinem 1996 erschienen Buch „Die Gründungsmythen der israelischen Politik” wurde Garaudy 1998 von einem französischen Gericht verurteilt. Das Urteil wurde 2003 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt. Neben den Holocaust-Leugnern David Irving, Frederik Toben und Horst Mahler soll auch Garaudy zu jener Holocaust-Konferenz eingeladen worden sein, die unter der Schirmherrschaft des iranischen Aussenministers Manuchehr Mottaki am 11. und 12. Dezember 2006 in Teheran stattfand.

Werke

  • Karl Marx (1964)
  • Dieu est mort (Gott ist tot, 1965)
  • Parole d'homme (Menschenwort, 1975)
  • Appel aux vivants (Aufruf an die Lebenden, 1979)
  • Les Orateurs de la Révolution française (1991)
  • A Contre - Nuit (1992)
  • Avons-nous besoin de Dieu? (Brauchen wir Gott?, 1993)
  • Promesses de l'Islam (Verheissung Islam), SKD Bavaria, München, 1994, ISBN 3-926575-08-5
  • Les Mythes fondateurs de la politique israélienne (Die Gründungsmythen der israelischen Politik, 1996)
  • Le terrorisme occidental (2004)

Weblinks

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