Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Ringeltaube
Aus Kefk.
| Ringeltaube | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Ringeltaube1.jpg Ringeltaube (Columba palumbus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Columba palumbus | ||||||||||||
| Linnaeus 1758 |
Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben (Columbidae). Sie ist die größte, häufigste und am weitesten verbreitete Taube Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Ringeltaube ist 38-42 cm lang und damit deutlich größer als eine Straßentaube. Ihre Flügelspannweite beträgt 68-77 cm und sie wird 460 bis 570 Gramm schwer. Die Geschlechter sehen gleich aus: Kopf und Rücken sind blaugrau, Schwanz- und Flügelspitzen dunkel. Die Brust ist etwas heller graurosa, die Iris ist gelb. Deutlichste Merkmale sind die weißen Halsflecken, die keinen Ring bilden, und im Flug die weissen Querbänder auf den Flügeln. Der Nacken schillert grünlich.
Der Ruf ist ein sehr charakteristisches hohles Gurren, das einen immer gleichen Rhythmus hat und wie „duh-duh, du-duh, du“ klingt. Diese fünfsilbige „Strophe“ wird ohne Pause drei- bis fünfmal wiederholt.
Lebensraum
Der Lebensraum der Ringeltauben sind Wälder aller Art, besonders Waldränder, aber auch Gärten und Parks. Sie sind – abgesehen vom nördlichen Skandinavien und Island – in ganz Europa verbreitet sowie rund ums Schwarze Meer und in den nördlichen Regionen von Tunesien, Algerien und Marokko. Die nördlichen und östlichen Populationen ziehen im Winter in großen Schwärmen nach Süden und Westen. In Deutschland ist die Ringeltaube aber bereits überwiegend Standvogel.
Der Gesamtbestand nimmt laut IUCN zu und die Art gilt als nicht gefährdet.
Ernährung
Ringeltauben ernähren sich von Samen, Knospen und Beeren. Im Herbst und Winter fressen sie am liebsten Bucheckern und Eicheln. Morgens und abends kann man sie in kleinen Gruppen auf den Feldern bei der Nahrungssuche beobachten.
Brutpflege
Ihr Nest besteht nur aus wenigen Halmen und Zweigen, und wird meist hoch in Bäumen gebaut. Es werden nur 1–2 Eier gelegt. Die Jungen schlüpfen nach 17 Tagen und werden zuerst mit der Kropfmilch der Altvögel gefüttert.
Jagd
Ringeltauben sind in Deutschland jagdbar. Der jährliche Abschuss schwankt seit 1990/91 zwischen 655.000 und 917.000 Tauben[1]. Die Meldung der Abschüsse erfolgt nicht artspezifisch, daher können auch mögliche unabsichtliche Fehlabschüsse von Hohltauben, Türkentauben und Turteltauben eingeschlossen sein. Der allergrößte Teil der geschossenen Tauben sind jedoch Ringeltauben. Tauben werden mit Schrotschuss erlegt.
Einzelnachweise
- ↑ Deutscher Jagdschutzverband: DJV Handbuch 2005: S. 325-327
Literatur
- Lars Svensson, Peter J. Grant, Killian Mullarney, Dan Zetterström: Der neue Kosmos Vogelführer. Kosmos, Stuttgart; 1999. ISBN 3-440-07720-9
- Archie Coats: Taubenjagd. Neumann-Neudamm, Melsungen; 1989. ISBN 3-788-80704-0
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Ringeltaube – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Columba palumbus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: BirdLife International, 2004. Version vom 8. Mai 2006
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ringeltaube, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
