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Rindenblindheit

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Rindenblindheit oder auch "blindes Sehen" (engl. Blindsight) ist eine Form der Erblindung, bei der nicht das Auge erkrankt ist, sondern die primäre Sehrinde im Kortex im Gehirn. Dabei bleiben die mehr als zehn verschiedenen Nervenbahnen, über die die Augen normalerweise ihre Signale an die Sehrinde weiterleiten, intakt. Daher erfolgt bei Rindenblindheit eine Übertragung von Bildern ins Gehirn, jedoch werden diese nicht in das Bewusstsein überführt.

Inhaltsverzeichnis

Versuche

Versuche mit Lichtblitzen haben gezeigt, dass Rindenblinde oftmals zwar die Lichtblitze nicht bewusst wahrnehmen können, aber beispielsweise intuitiv richtig sagen konnten, aus welcher Richtung die Lichtblitze kamen, ohne zu wissen, weswegen sie das sagen konnten. Letztlich werden die Bilder somit unbewusst wahrgenommen. Auch bei gesunden Versuchspersonen konnten durch eine Blockade des Sehzentrums über transkranielle Magnetstimulation ähnliche Ergebnisse erzielt werden. Auch hier sahen die Versuchspersonen nichts, konnten jedoch die ihnen dargestellte Farbe überwiegend richtig intuitiv raten. Die Versuchspersonen bestritten, die Informationen wahrgenommen zu haben.

Interpretation

Das Ergebnis der Versuche zeigt, dass zwar innerhalb des visuellen Kortex ein Bewusstsein generiert wird (vgl. Konstruktivismus). Doch auch ohne die bewusste Wahrnehmung findet eine Verarbeitung der Informationen statt.

Literatur

  • J. & Rossetti, Y. Danckert: Blindsight in action: what can the different sub-types of blindsight tell us about the control of visually guided actions?. In: Neuroscience Biobehaviour Review. 29, Nr. 7, 2005
Wikipedia
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, S. 1035–1046.
  • P. & Cowey, A. Stoerig: Blindsight in man and monkey. In: Brain. 120, 1997
Wikipedia
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, S. 535–559.
  • Lawrence Weiskrantz: Blindsight: A case study and its implications. Oxford University Press, 1986
Wikipedia
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, ISBN 0-19-852192-8.

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