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Rheinische Ritterschaft

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Die Rheinische Ritterschaft ist eine Genossenschaft des rheinischen ritterbürtigen Adels.

Entstanden ist diese Körperschaft des öffentlichen Rechts kraft königlich preussischer Gründung am 21. Januar 1837 (Preussisches Gesetzblatt vom 13. Mai 1837 [1]). Es handelt sich um den Zusammenschluss von Familien des Uradels in der Rheinprovinz des ehmaligen Königreiches Preussen. Mit diesem Zusammenschluss wurde den Mitgliedern dieser Familien das Recht zugestanden, frei zu testieren. In diesen ehemalig französischen Landesteilen galten die im Code Civil vorgeschriebenen Erbregelungen fort, eine freie letztwillige Verfügung war darin nicht vorgesehen. Eine ungeteilte Vererbung von Vermögen war damit nicht möglich. Die Sonderregelungen für die Angehörigen der Mitgliedsfamilien hat Eingang in das BGB gefunden (Art. 216 EBGB). Der Vorstand der Genossenschaft wird aus dem Ritterhauptmann und den Ritterräten gebildet. Der Ritterhauptmann bedarf der Bestätigung durch den Landesherren, seit der Gründung der heutigen Bundesländer dürften die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen an Stelle des Landesherren getreten sein. Dies Bundesländer sind an die Stelle der Rheinprovinz getreten.

Die Genossenschaft unterhält mehrere Stiftungen, unter anderem das Damenstift Schloss Ehreshoven, dort ist seit 1923 auch der Sitz der Genossenschaft. Zu diesem Zeitpunkt musste der bisherige Sitz, die Rheinische Ritterakademie auf Schloss Bedburg ebenso wie die hier von der Genossenschaft unterhaltene Schule aufgegeben werden. Bei ihrer Gründung war die Genossenschaft sehr umstritten. Unter anderem hatte Ernst Moritz Arndt eine Streitschrift gegen die rheinische Ritterschaft verfasst. Es bestand die Befürchtung, dass auf die lange Sicht sämtliches Vermögen der Provinz in den Händen der Mitgliedfamilien landen würde, da das Vermögen bei Erbgängen jeweils ungeschmälert in eine Hand hätte gelangen können. Dies hat sich jedoch nicht bestätigt.

Quellen

  1. Hinweis auf Institut Deutsche Adelsforschung, foni.net

Weblinks

Wikipedia
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