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Rhea (Mond)

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V Rhea
Bild:Rhea hi-res PIA07763.jpg
Der Saturn-Mond Rhea, fotografiert von der Raumsonde Cassini-Huygens.
Vorläufige Bezeichnung---
Eigenschaften des Orbits
Zentralkörper Saturn
Große Halbachse 527.040 km
Periapsis 526.510 km
Apoapsis 527.570 km
Exzentrizität 0,001
Bahnneigung 0,35°
Umlaufzeit 4d 12h 25m
Mittlere Bahngeschwindigkeit 8,48 km/s
Physikalische Eigenschaften
Albedo 0,65
Visuelle Helligkeit 9,7 mag
Mittlerer Durchmesser 1528 km
Masse 2,3166 × 1021 kg
Oberfläche 7.300.000 km²
Mittlere Dichte 1,24 g/cm³
Siderische Rotation 4d 12h 25m
Achsneigung 0,029°
Fallbeschleunigung an der Oberfläche 0,26 m/s²
Fluchtgeschwindigkeit 636 m/s
Oberflächentemperatur 73 K
Entdeckung
Entdecker G. Cassini
Datum der Entdeckung 23. Dezember 1672
Anmerkungen Einfach gebundene Rotation
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Rhea_%28Mond%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Rhea (auch Saturn V) ist der zweitgrößte Mond des Planeten Saturn.

Inhaltsverzeichnis

Entdeckung

Rhea wurde am 23. Dezember 1672 von Giovanni Cassini entdeckt.

Benannt wurde der Mond nach der Titanin Rhea, der Tochter des Uranos und der Gaia, aus der griechischen Mythologie. Der Name „Rhea“ und weiterer sieben Saturnmonde wurde von Wilhelm Herschels Sohn, dem Astronomen John Herschel, in einer 1847 erschienenen Veröffentlichung Results of Astronomical Observations made at the Cape of Good Hope vorgeschlagen.

Bahndaten

Rhea umkreist Saturn in einem mittleren Abstand von 527.040 km in 108 Stunden und 25 Minuten. Die Bahn weist eine Exzentrizität von 0,001 auf und ist 0,35° gegenüber der Äquatorebene des Saturn geneigt.

Aufbau und physikalische Daten

Rhea hat einen mittleren Durchmesser von 1528 km. Ihre geringe Dichte von 1,240 g/cm3 lässt darauf schließen, dass sie zu etwa 2/3 aus Wassereis sowie einem Kern aus silikatischem Gestein zusammengesetzt ist. Ihre Albedo beträgt 0,65, das heißt 65 % des einfallenden Sonnenlichts werden reflektiert. Im Vergleich zu den Monden Tethys und Enceladus ist die Oberfläche relativ dunkel. Die Temperaturen an der Oberfläche betragen −174 °C im direkten Sonnenlicht, und zwischen −200 °C und −220 °C im Schatten. Rhea rotiert in 108 Stunden und 25 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond, eine gebundene Rotation auf. Die Rotationsachse ist um 0,029° aus der Senkrechten geneigt.

Rhea gleicht in ihrer Zusammensetzung, der Albedo und den Strukturen ihrer Oberfläche dem Saturnmond Dione. Beide Monde weisen unterschiedliche Hemisphären auf. Offensichtlich machten die Monde gleiche Phasen der Entwicklung durch.

Rhea ist stark verkratert und weist stellenweise helle Strukturen auf. Ihre Oberfläche kann anhand der Verteilung und Größe der Krater in zwei unterschiedliche Terrains unterteilt werden, eines mit Kratern über 40 km im Durchmesser und ein zweites, in Teilen der Polar- und Äquatorregionen, mit Kratern unter 40 km Durchmesser. Dies deutet darauf hin, dass Teile der Oberfläche Rheas während ihrer Entwicklung durch geologische Prozesse erneuert wurden.

Die führende Hemisphäre ist stark verkratert und zeigt keine größeren Helligkeitsunterschiede. Wie beim Jupitermond Kallisto weisen die Einschlagkrater keine Ringwälle oder Zentralberge auf, wie sie für den Erdmond oder den Planeten Merkur typisch sind. Die dünne Eiskruste Rheas hat über geologische Zeiträume hinweg nachgegeben, wobei derartige Strukturen eingeebnet wurden. Auf der folgenden Hemisphäre von Rhea sind helle Streifen auf einer dunklen Oberfläche sowie einige Einschlagkrater sichtbar. Die Streifen entstanden in einer frühen Entwicklungsphase durch Kryovulkanismus (Kältevulkanismus), als das Innere des Mondes noch flüssig war.

Rhea besitzt eine scheinbare Helligkeit von 9,7m und ist damit, von der Erde aus gesehen, einer der hellsten Saturnmonde. Um sie zu beobachten benötigt man allerdings ein Teleskop mit einer Objektivöffnung von 10 cm.

Am 25. November 2004 konnte die Raumsonde Cassini-Huygens den Mond bei einem Vorbeiflug erstmals genauer untersuchen.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Rhea – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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