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Republik Dubrovnik
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Die Republik Dubrovnik (in kroatischer Sprache Dubrovačka Republika, in Latein Republica Ragusa) war ein maritimer Stadtstaat, dessen Zentrum die Stadt Dubrovnik bildete (auch bekannt unter der lateinischen Bezeichnung Ragusa) und vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808 bestand.
Der Stadtstaat erstreckte sich über ein kompaktes Gebiet zwischen Neum und der Halbinsel Prevlaka sowie der Halbinsel Pelješac, den Inseln Lastovo, Mljet und weiteren kleineren Inseln wie beispielsweise Koločep, Lopud, und Šipan.
Die Republik Dubrovnik erreichte im 15. und dem 16. Jahrhundert ihre größte Blütezeit und wurde im Jahr 1808 von den Truppen von Napoleon I. aufgelöst.
Die Bevölkerung umfasste etwa 30.000 Menschen, von denen 5.000 innerhalb der Stadtmauern Dubrovniks lebten.
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Geschichte
Ähnlich wie andere Städte an der Küste des adriatischen Meeres wurde die Stadt auf kleinen Inseln nahe des Festlandes während der Zeit der Völkerwanderung im 7. Jahrhundert gegründet.
Der Kanal, der sich zwischen der Insel und dem Festland befand, wurde im 12. Jahrhundert aufgeschüttet. Heute befindet sich an dieser Stelle die berühmte Hauptstraße Dubrovniks, der Stradun.
Mit dem Abstieg von Byzanz betrachtete die Venedig den Stadtstaat zunehmend als Rivalen und versuchten, die Stadt im Jahr 948 zu erobern. Dieser Versuch scheiterte jedoch. Die Bewohner der Stadt glaubten, dass die Stadt vom heiligen Blasius (kroatisch "Sveti Vlaho") gerettet wurde, der seither als Schutzheiliger der Stadt verehrt wird.
Im Jahr 1191 gewährte Byzanz der Stadt das Recht auf freien Handel. Ähnliche Rechte wurde dem Stadtstaat im Jahr 1186 von Serbien und im Jahr 1189 von Bosnien gewährt. Der Vertrag mit dem bosnischen Kulin Ban gilt als das erste Dokument, in dem die Bezeichnung Dubrovnik vorkommt.
Nachdem im Jahr 1205 die Republik Venedig mit Hilfe der Kreuzfahrer Dalmatiens eroberte, wurde Dubrovnik zu einem bedeutenden Lieferanten von Silber, Eisen, Wachs und weiteren Rohstoffen. Zu jener Zeit nutzte Venedig Dubrovnik als bedeutenden Stützpunkt im adriatischen Meer.
Im Januar 1348 brach in der Stadt eine Pestepidemie aus.
Unabhängigkeit (1358) und Blütezeit
Im Jahr 1358 erkannte die Stadt die Herrschaft des ungarisch-kroatischen Königs Ludwig an.
Im Jahr 1399 erstreckte sich die Stadt bis nach Pelješac. Zwischen 1419 und 1426 dehnte sich der Stadtstaat auch weiter südlich auf Konavle und die Stadt Cavtat aus.
1458 schloss die Republik mit dem Osmanischen Reich ein Friedensabkommen und verpflichtete sich zu Tributzahlungen. Darüber hinaus verpflichtete sich Dubrovnik eine Botschafter an den Hof des Sultans zu entsenden. Im Jahr 1481 kam die Stadt unter den Schutz des Osmanischen Reiches und verpflichtete sich im Gegenzug zu einer Tributzahlung von 12.500 Dukaten. Die Handelsschiffe Dubrovniks erhielten die Erlaubnis, bis in das Schwarze Meer zu segeln, was Nicht-Osmanischen Schiffen sonst verboten war. Der Stadtstaat wurde vom Osmanischen Reich gegenüber der Republik Venedig diplomatisch gestützt.
Im Gegenzug wurde Dubrovnik für die Osmanen zu einem bedeutenden Handelshafen. Ein Großteil des Verkehrs zwischen Florenz und Bursa wurde über Dubrovnik exportiert. Florentinische Waren wurden über die Häfen von Pesaro, Fano oder Ancona auf dem Seeweg nach Dubrovnik transportiert. Von dort aus konnten die Güter auf dem Landweg über Sarajevo-Novi Pazar-Skopje-Plovdiv-Edirne transportiert werden.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts stellte die Republik Dubrovnik ihre Handelsmarine dem Königreich Spanien zur Verfügung, da diese nicht im Spannungsverhältnis zu den Interessen des osmanischen Reiches stand. Dadurch konnten Waren aus Staaten, die sich im Kriegszustand zum osmanischen Reich befanden importiert werden. Gemeinsam mit England, Spanien und Genua war die Republik Dubrovnik eine der schärfsten Konkurrenten der Republik Venedig.
Niedergang der Republik
Mit den Entdeckungen der portugiesischen Seefahrer, welche die neuen Schifffahrtswege für den Gewürzhandel nutzten, verliefen die Routen nicht mehr über das Mittelmeer. Darüberhinaus führte die Entdeckung Amerikas zu einer Krise in der Mittelmeerschifffahrt und zum Niedergang sowohl Venedigs als auch Dubrovniks.
Am 6. April 1667 erschütterte ein schweres Erdbeben die Stadt. Über 5.000 Einwohner einschließlich des Stadtoberhauptes kamen dabei ums Leben. Die meisten Gebäude der Stadt wurden beschädigt. Lediglich die Stadtmauer blieb weitgehend unbeschädigt. Die Gebäude im Baustil der Renaissance – Paläste, Kirchen und Klöster - wurden zerstört, lediglich der Sponza-Palast und der Rektorenpalast überstanden das Erdbeben.
Die Stadt wurde wieder aufgebaut, erreichte jedoch den Glanz aus der Zeit vor dem Erdbeben nicht mehr.
Im Jahr 1684 wurde das Abkommen von Visegrád aus dem Jahr 1358 erneuert und die Stadt akzeptierte die Regentschaft der Habsburger und des Kroatisch-Ungarischen Königs sowie die Zahlung des Tributs von 500 Dukaten.
Im Jahr 1683 wurden die Osmanen bei der Schlacht von Kahlenberg nahe Wien geschlagen. Feldmarschall der Österreichischen Truppen war Franjo Gundulic. Im Frieden von Karlowitz (1699) wurden die Ottomanen aus Ungarn, Transsylvanien, Slawonien, Dalmatien und Podolien gedrängt. Das Osmanische Reich stellte nunmehr keine Gefahr für das christliche Abendland dar. Venedig begann daraufhin Teile des Festlandes um Dubrovnik zu besetzen, näherte sich zu Lande an deren Grenzen und versuchte, Dubrovnik von seinem Hinterland zu isolieren.
Mit einem Abkommen mit dem Osmanischen Reich vom 26. Januar 1699 übergab die Republik Dubrovnik zwei Küstenstreifen an das Osmanische Reich, um sich vor einem weiteren Vordringen der Venezianer auf dem Landweg zu schützen: Im Nordwesten die Küstenstadt Neum, die heute zu Bosnien und Herzegowina gehört, im Südosten das Dorf Sutorina, heute Teil Montenegros.
Im Jahr 1776 war die Republik Dubrovnik der erste Staat, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika diplomatisch anerkannte.
Ende der Republik
Im Jahr 1806 wurde die Republik Dubrovnik durch die Truppen der montenegrinischen und russischen Flotte belagert. Es wird berichtet, dass etwa 3000 Schüsse aus Geschützen auf die Stadt abgefeuert wurden. Die französische Armee unter der Führung von Napoleon I. erreichte Dubrovnik im Jahr 1806 und beendete die Belagerung der Stadt. Im Jahr 1808 löste Marschall Marmont die Republik auf und band sie in die Illyrischen Provinzen ein. Im Jahr 1814 marschierten K&K-Truppen unter dem Kommando von General Todor Milutinović in Dubrovnik ein
Mit den Beschlüssen des Wiener Kongresses von 1815 wurde Dubrovnik zu einem Kronland Österreich-Ungarns und blieb es bis 1918.
Altes Patriziergeschlecht von Ragusa
Bedeutende Bürger Dubrovniks
- Antonio Aglich (- 1830)
- Gjuro Balivi (1668-1707), Physiker
- Savino de Bobali (1530-1585), Schriftsteller
- Nicolò Vito di Gozze (1549-1610), Politologe, Historiker, Philosoph
- Giovanni Bona Boliris (1520 - 1572)
- Ruđer Josip Bošković (1711-1787), Wissenschaftler, Mathematiker, Philosoph, Schriftsteller, Jesuit
- Marko Bruerović (geb. Lyon 1770 gest. Zypern 1823), Schriftsteller
- Bernhard Graf Caboga-Cerva, 1785-1855
- Serafino Cerva (1696-1759)
- Sebastian Slade 1699-1777)
- Džore Držić (Giorgio Darsa) (1461-1501), Schriftsteller
- Marin Držić (1508-1567), Schriftsteller
- Marin Getaldić (1568-1626), Wissenschaftler, Mathematiker
- Vlaho Getaldić (1788-1872)
- Ivan Gundulic (1507-1586), Diplomat und Humanist.
- Ivan Gundulic(16. Jahrhundert), Fanziskaner, Wächter in Betlehem, schrieb über die Geschichte der Pilger
- Ignjat Đurđević (1675-1737), Schriftsteller
- Fran Gundulić (1632-1717,Soldat, Ritter des goldenen Schlüssels (Spanien-Portugal)
- Ivan Gundulić (1589-1638), Schriftsteller
- Ivan Šiškov Gundulić (1677-1721), schrieb Pastorale (ramilo und raklica, nach Tasso Aminta).
- Šišmundo Gundulić (1634-1682), Dichter.
- Matheo Gundulić(18. Jhrt.), Kommentator und Chronist;
- Marija Gundulić Gučetić(war verheiratet mit dem Philosophen Nikola Gučetić, Freundin von Cvijeta Zuzorić); schrieb das Vorwort zu einer naturwissenschaftlichen Abhandlung und hat dieselbe der C. Zuzorić gewidment.
- Frano Lucijan Gundulić((1451-1505), Lateiner.
- Stjepan Gradić (1613-1683), Philosoph, Wissenschaftler
- Nikola Vitov Gučetić (1549-1610), Staatsmann, Philosoph, Wissenschaftler.
- Dobric Dobricevic (1454-1528), Drucker
- Trojan Gundulic, Drucker
- Vladislav Menčetić (1617- 1666)
- Šišmundo Menčetić (1457- 1576)
- Ivan Mane Jarnovic(1740-1804), Komponist
- Jakov Mikalja (1601-1654), Linguist
- Nikola Nalješković 1505-1587
- Junije Palmotić (1607-1657), Schriftsteller
- Ludovico Pasquali (1500-1551)
- Bernardin Pavlović
- Dinko Ranjina
- Giunio Resti (1755-1814), Politiker, Schriftsteller
- Petar Ignaz Sorgo (1749-1826)
- Antun Sorkočević (1775-1841), Diplomat, Komponist
- Joakim Stulli (1730-1817), Lexikograph
- Mavro Vetranović 1483-1576
- Ivan Bunić Vučić (1591-1658)
- Dominko (Dinko) Zlatarić
- Bernardo Zamagna (1735-1820), Jesuit
- Cvijeta Zuzoric (1552 -1648), Schriftsteller
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