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Mastdarm

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Bild:Magendarmkanal.JPG
Der Magendarmkanal des Menschen. 1=Speiseröhre, 2=Magen, 3=Zwölffingerdarm, 4=Dünndarm, 5=Blinddarm, 6=Appendix, 7=Grimmdarm, 8=Mastdarm, 9=Anus

Der Mastdarm (lateinisch (Intestinum) Rectum, „der gerade Darm“, eingedeutscht Rektum, Adjektiv rektal) ist ein Teil des Enddarms und damit des Dickdarms und dient zum Lagern des Kots, d. h. der unverdaulichen und unverträglichen Nahrungsreste, bis dieser gefüllt ist und dem Gehirn dies meldet, bevor er sich dann durch den After (lateinisch-fachsprachlich der Anus) entleert. Der Mastdarm besitzt keine Schmerzrezeptoren.

Inhaltsverzeichnis

Anatomie

Das Rektum ist ca. 15–30 cm lang. Die untersten 4 cm sind aber bereits dem Anus zuzurechnen. Die Unterscheidung erfolgt hier beim Durchstoßen des Beckenbodens – auch ist hier der Analkanal bereits von verhornender äußerer Haut ausgekleidet und nicht mehr von Darmschleimhaut.

Lage

Seine Lage im Körper ist im sogenannten kleinen Becken zwischen der Harnblase (beim Mann zusätzlich noch der Prostata, bei der Frau noch der Gebärmutter und der Scheide) und dem Kreuzbein.

Aufbau

Die hintere Begrenzung des Mastdarms bildet ein innerer und ein äußerer Schließmuskel (Musculus sphincter ani internus und externus. Der innere Schließmuskel besteht aus glatter Muskulatur und kann damit nicht willkürlich beeinflusst werden. Der äußere Schließmuskel besteht aus quergestreifter Muskulatur, die willkürlich angespannt bzw. entspannt werden kann. Beide Schließmuskeln wirken über den Defäkationsreflex zusammen und regulieren damit den Stuhlgang. Ein weiterer wichtiger Schließmuskel ist der Musculus puborectalis, der eine Schlinge um den Mastdarm bildet.

Funktion

Die grundsätzliche Aufgabe des Enddarms, wie aller Dickdarmanteile, ist, dem Speisebrei Flüssigkeit zu entziehen. Anschließend wird in der sog. Ampulle der Stuhl gesammelt, bis er über den Anus ausgeschieden wird.

Wikipedia
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