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Reichenbach im Vogtland
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Reichenbach Vogtl Wappen.png |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Vogtlandkreis | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 18′ O50° 37′ N, 12° 18′ O | |
| Höhe: | 380 m ü. NN | |
| Fläche: | 29,73 km² | |
| Einwohner: | 21.897 (29. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 737 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08468 | |
| Vorwahl: | 03765 | |
| Kfz-Kennzeichen: | V | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 78 510 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 08468 Reichenbach im Vogtland | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Dieter Kießling (CDU) | |
Reichenbach im Vogtland ist die größte Stadt des sächsischen Vogtlandkreises.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Die Stadt liegt in Südwestsachsen, etwa 18 km von Plauen und 19 km von Zwickau entfernt.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden im Vogtlandkreis sind Heinsdorfergrund, Lengenfeld, Limbach, Mylau und Neumark. Im Norden grenzt Reichenbach an die zum thüringischen Landkreis Greiz gehörende Gemeinde Mohlsdorf und an die Kreisstadt Greiz.
Stadtgliederung
Reichenbach besitzt die Ortsteile Friesen, Brunn, Rotschau und Schneidenbach. Daneben besteht seit dem Jahr 2000 eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Heinsdorfergrund.
Geschichte
1212 wurde das Waldhufendorf Oberreichenbach gegründet. An dessen unteren Ende legten die Burgherren von Mylau um 1240 eine Stadt an, die spätestens 1271 das Stadtrecht ("civitati richenbach" (Reichenbach, wegen der zwei wasserreichen Bäche: Raum- und Seifenbach); möglicherweise schon seit 1240) erhielt. 1529 setzte sich die Reformation durch. Im 17. Jahrhundert war Reichenbach ein angesehenes Zentrum der Tuchmacherei, verlor jedoch ab 1700 durch Stadtbrände (1720 und 1773) und nachlassendes Wirtschaftswachstum an Wohlstand. Mit der Einführung der Streichgarn- und Kammgarnspinnerei ab 1825 setzte eine neue Wachstumsphase ein, die bis zum Ersten Weltkrieg anhielt. 1833 brannte bei einem großen Stadtbrand das Rathaus (stand direkt auf dem Markt) ab. Es wurde an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. 1846 wurde die Eisenbahnlinie Plauen-Hof fertiggestellt, wodurch der Industrialisierungsprozess beschleunigt wurde. 1847 wurde die Firma Georg Schleber AG als Färberei und Appretur gegründet, die bis 1945 zu den führenden sächsischen Textilunternehmen gehörte.
Am 21. März und am 17. April 1945 wurden bei amerikanischen Bombenangriffen zahlreiche Wohnhäuser zerstört und fast 200 Bürger getötet. Von 1924 bis 1947 war Reichenbach kreisfreie Stadt und von 1952 bis 1995 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises Reichenbach.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1834 bis 1933 |
1946 bis 1997 |
1998 bis 2005 |
- Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Wappen
1753 tauchte das erste Mal das Stadtwappen auf einem Gesangbuch auf.
Wappenbeschreibung:
"In Blau eine goldene Mauer mit zwei rotbedachten goldenen Türmen, jeder mit einem großen und zwei kleinen Fenstern, der rechte mit goldenem Knopf, der linke mit goldener Fahne; zwischen den Türmen golden nimbiert und gekleidet der heilige Petrus mit silbernem Gesicht und silbernen Händen, in der Rechten einen goldenen Schlüssel und in der Linken ein Buch mit rotem Einband und silbernem Buchblock haltend."
Städtepartnerschaften
Reichenbach unterzeichnete 1988 einen Städtepartnerschafts-Vertrag mit Nordhorn in Niedersachsen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Aktuell
Südlich von Reichenbach führt die gut ausgebaute A 72 entlang. Ferner kreuzen sich hier die Bundesstraßen 94 und 173.
Die Stadt ist gleichfalls eine wichtige Bahnstation an der Sachsen-Franken-Magistrale, da sie den südlichen Endpunkt des elektrischen Streckennetzes in Westsachsen darstellt. In der Nähe der Stadt befindet sich die Göltzschtalbrücke und die Stadt Plauen mit dem oberen Bahnhof.
Nördlich von Reichenbach bei Werdau befindet sich das Bogendreieck Werdau mit Abzweigungen nach Norden in Richtung Werdau, Gößnitz und Leipzig und nach Osten in Richtung Zwickau und Chemnitz. Im angrenzenden Neumark (Sachsen) hat die Vogtlandbahn ihr Wartungs- und Reparaturzentrum.
Historisch
Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung nahm die Einwohnerzahl in Reichenbach und im angrenzenden Göltzschtal sprunghaft zu. Auch ließen sich immer mehr Textilbetriebe in und um Reichenbach nieder. Dies führte schließlich zum Bau einer schmalspurige Eisenbahnstrecke, im Volksmund "de Rollbock", von Reichenbach nach Oberheinsdorf welche von 1902 bis 1962 existierte.
Ansässige Unternehmen
Zwischen dem bebauten Stadtgebiet und der A 72 hat die Stadt nach der Wiedervereinigung ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Alte Industriebetriebe im Stadtzentrum wurden hingegen stillgelegt.
- MDL Metro Group Distribution Logistics GmbH Co. KG mit einem 30.000 m² großen Lebensmittel-Zentrallager für 8.600 Artikel.
Vorherrschende Branchen:
- Textilindustrie, Metallverarbeitung, Tourismus
Medien
In Reichenbach betreibt die Deutsche Telekom AG auf einem Fernmeldeturm aus Beton einen Rundfunksender für UKW unter anderem für Vogtlandradio. Der Sender Reichenbach/Vogtland ist nicht zu verwechseln mit dem Mittelwellensender Reichenbach in Reichenbach/Oberlausitz, über den das Programm von MDR Info auf 1.188 kHz abgestrahlt wird.
Bildung
- Standort der Westsächsische Hochschule Zwickau (Fachbereiche Textil- und Ledertechnik sowie Architektur)
- 2007 gibt es ein Gymnasium, eine Mittelschule und drei Grundschulen.
- Berufliches Schulzentrum in Trägerschaft des Vogtlandkreises [www.bsz-reichenbach.de]
besondere Ausbildungsrichtungen: Länderübergreifende Ausbildung zum Kälteanlagenbauer, Technischer Assistent für Automatisierungstechnik, Technischer Assistent für Informatik Spezialisierung Mediendesign, Chemisch-techn. Assistent Schwerpunkt Umwelttechnik.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Neuberin-Museum (Theatergeschichte, Heimatmuseum)
Musik
Reichenbach ist Sitz der Vogtland-Philharmonie.
Bauwerke
Vier Kilometer westlich der Stadt befindet sich die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sehenswert sind ferner der im Bauhausstil errichtete Wasserturm sowie die Pfarrkirche Peter und Paul mit einer Silbermann-Orgel von 1725.
Naturdenkmäler
Tropfsteingrotte und Alaunwerk "Mühlwand"
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- 1925: Otto Eduard Schmidt (1855-1945), Pädagoge und Schriftsteller
- Wolfgang Mattheuer (1927-2004), deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer
Söhne und Töchter der Stadt
- Franz Karl Conradi, (* 2. Februar 1701; † 17. Juli 1748 in Helmstedt), Rechtswissenschaftler
- Prof. Dr. Heinrich Dathe (* 7. November 1910; † 6. Januar 1991), Direktor des Berliner Tierparks
- Jürgen Fuchs (* 19. Dezember 1950; † 9. Mai 1999 in Berlin), DDR-Bürgerrechtler und Schriftsteller
- Adam Friedrich von Glafey (* 14. Juli 1692; † 14. Juli 1753 in Dresden), Rechtshistoriker und Archivar
- Fedor Flinzer, dt. Illustrator, Autor und Pädagoge
- Wolfgang Mattheuer (* 7. April 1927; † 7. April 2004 in Leipzig) Maler, Graphiker und Bildhauer
- Knut Müller, Maler und Komponist
- Friederike Caroline Neuber (* 8. März 1697; † 29. November 1760), »Die Neuberin«, dt. Theater-Reformatorin
- Otto Eduard Schmidt (1855-1945), deutscher Pädagoge und Schriftsteller
- Ernst Beutler (* 12. April 1885 in Reichenbach, † 8. November 1960 in Frankfurt am Main), deutscher Literaturhistoriker und Goethe-Forscher
Weblinks
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