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Real (Handelskette)
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| Real | |
|---|---|
| Bild:Real,-Logo.svg | |
| Unternehmensform | GmbH |
| Gründung | 1992 |
| Unternehmenssitz | Mönchengladbach |
| Unternehmensleitung | Andreas Riedel |
| Mitarbeiter | ca. 50.000 (inkl. Wal-Mart Germany) |
| Umsatz | 9.922 Mio. Euro |
| Produkte | Bücher, Kleidung, Lebensmittel |
| Webadresse | www.real.de |
Die Real Selbstbedienungs-Warenhäuser bilden die Einzelhandelskette im Lebensmittelsortiment der Metro Group. Rund 75 Prozent des Umsatzes werden durch Lebensmittel erwirtschaftet. „Real“ bietet aber auch ein großes Angebotssortiment an Haushaltswaren, Elektrogeräten, Büchern, Medien, Textilien und Schuhen, Sportartikeln sowie Schreibwaren.
Neben Markenartikeln werden auch mehrere Handelsmarken angeboten, darunter „Tip“, mit denen die Kette preislich mit Discountern konkurriert. Real ist neben den Obi-Baumärkten und weiteren Anbietern auch an dem Einkaufs-Rabattsystem Payback beteiligt.
Inhaltsverzeichnis |
Unternehmenszahlen
Standorte
Die Real SB-Warenhaus GmbH, kurz „Real“ (früher: „Real-Kauf“) mit Sitz in Mönchengladbach gehört zum Konzern der in Düsseldorf ansässigen Metro Group und betreibt in Deutschland 288 Warenhäuser, in Polen 30 Warenhäuser, in der Türkei 7 Märkte und 3 Märkte in Russland (Stand: November 2006). Seit 2003 werden die „Real“-SB Warenhäuser und die „Extra“-Verbrauchermärkte enger verbunden. Teile der „Extra“-Märkte wurden zu „Real“ umfirmiert und 119 „Extra“-Verbrauchermärkte an die „Rewe“-Gruppe veräußert. 2004 bestanden noch 436 Extra-Verbrauchermärkte mit 12.600 Mitarbeitern und erwirtschafteten einen Netto-Umsatz von 2,8 Milliarden Euro. Im März 2006 wurde der erste Markt in Timişoara (Rumänien) eröffnet. Am 28. Juli 2006 gab die Metro AG den Erwerb der 85 deutschen SB-Warenhäuser des US-amerikanischen Wal-Mart-Konzerns bekannt, der sich damit aus Deutschland zurückzieht.
2005 verringerten sich die Anzahl der Standorte der Real- und Extra-Märkte in Deutschland von 708 auf 552 Märkte. Weitere 40 Märkte befinden sich im Ausland.
Beschäftigte
Real inkl. Extra und Wal-Mart Germany beschäftigen etwa 50.000 Mitarbeiter, davon 35.000 in Deutschland (Stand: 2007). Im Ausland stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 6.746 auf 7.070 Mitarbeiter, davon 77 % in Märkten in Polen.
Umsatz- und Gewinnentwicklung
Nachdem der Umsatz des Unternehmens bis 2001 gestiegen ist, musste es seitdem einen stetig schrumpfenden Umsatz hinnehmen. Zum Umsatz steuern die Real-Märkte 75-80% bei, der Rest entfällt auf die „Extra“-Märkte. Der Umsatz von Real und Extra betrug 2005 9.922 Mrd. Euro (davon 90 % in Deutschland), was für Gesamtkonzernumsatz der Metro Group 2005 rund 24 % ausmachte. Der EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) im Jahr 2005 erreichte einen Verlust von 11,7 Millionen Euro. 2004 erzielte Real inkl. Extra noch einen Gewinn von 135,5 Millionen Euro.
Geschichte des Unternehmens
Real ist 1992 aus der Zusammenführung der Marktketten divi, Basar, Continent, Esbella und Real-Kauf entstanden. Später folgten Massa, Massa-Mobil, Meister, BLV, Huma und Suma. Jedes dieser Unternehmen war über Jahrzehnte regional überaus erfolgreich. 1998 kamen 94 SB-Warenhäuser der Allkauf- und 20 SB-Warenhäuser der süddeutschen Kriegbaum-Gruppe hinzu. Im Mai 1999 wechselten schließlich fünf Häuser der Extra-Verbrauchermärkte GmbH zu Real.
Die Geschäftsführung wurde im Zusammenhang mit dem Hackfleischskandal und dem mäßigen Erfolg der teuren Werbekampagne „Besorg´s dir doch einfach“ im Jahr 2005 ausgetauscht.
Für das Jahr 2006 will der Metro-Konzern mit dem Kostensenkungsprogramm „Strategie 2006“ versuchen, seine Tochtergesellschaft im Inland wieder profitabler zu machen. Dazu sollen Personalkosten von einem hohen zweistelligen Millionbetrag eingespart werden.
Hackfleisch-Skandal 2005
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt im März 2005 wegen Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz und die Hackfleischverordnung. In zwei Filialen, in Laatzen und in Hannover, waren Mitarbeiter von einem ehemaligen Angestellten mit einer „versteckten Kamera“ ertappt worden, wie sie über der Haltbarkeit befindliches Hackfleisch neu verpackten und etikettierten, um es im Markt weiter zu verkaufen. Die Ermittlungen sind anschließend auf vier Filialen ausgedehnt worden.
Kritische Betrachter argumentieren, dass es kaum Zufall sein könne, dass in einzelnen Filialen gleich mehrere Mitarbeiter entsprechende Gesetzesverstöße begingen. Weiterhin hätten die einzelnen Mitarbeiter weder Interesse an oder persönliche Vorteile von den Gesetzesverstößen. Es sei daher davon auszugehen, dass die lokal Verantwortlichen von Vorgesetzten bezüglich der Fleischausschussmengen so unter Druck gesetzt worden sind, dass sie sich nur noch mit Gesetzesverstößen zu helfen gewusst hätten!
Neue Technologien
Die Real SB-Warenhaus GmbH hat in einigen Filialen zusätzlich zu den herkömmlichen Kassen Selbstbedienungskassen eröffnet. An den jeweils vier SB-Kassen können Kunden ihre Waren selbst scannen, einpacken und bar oder bargeldlos bezahlen. Sie werden ergänzt durch einen so genannten „SB-Kassen-Platz“, von dem aus ein Mitarbeiter die Vorgänge an den Kassen verfolgen und beispielsweise den Verkauf alkoholischer Getränke oder anderer Produkte, deren Verkauf einer gesetzlichen Beschränkung unterliegt, autorisieren kann.
Am 2. November 2004 wurde die Radio-Frequenz-Identifikationstechnologie (RFID) eingeführt. RFID ermöglicht die berührungslose Identifikation, Steuerung und Verfolgung von Waren entlang der gesamten Prozesskette. Diese Technologie erlaubt erstmals die vollständige Kontrolle des Warenflusses. Die neuen Technologien und Systeme bieten Kunden, Handel und Konsumgüterindustrie eine Reihe von Vorteilen: Prozessabläufe wie Bestellungen, Lagerung und Transport führen zu einer bedarfsgerechten Warenproduktion. Die Kritik an der RFID-Technologie betrifft vor allem Datenschutzaspekte.
Übernahme der Wal-Mart-Filialen in Deutschland
Am 28. Juli 2006 wurde bekannt, dass der Metro-Konzern alle 85 deutschen Filialen des Wal-Mart-Konzerns übernehmen werde. Die größeren Filialen werden unter dem Namen Real geführt werden, in die kleineren soll mit Extra ebenfalls eine Tochtergesellschaft des Metrokonzerns einziehen. Des Weiteren sollen auch die Elektroniktöchter MediaMarkt und Saturn von den Verkaufsflächen profitieren.
Weblinks
Media-Saturn-Holding (Media Markt und Saturn) | Galeria Kaufhof | real,-
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