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Rauschradar
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Als Rauschradar (auch Stealth-Radar oder Tarnkappenradar) bezeichnet man ein von dem us-amerikanischen Ingenieur Eric Walton entwickeltes Radarortungsgerät, das im Unterschied zu herkömmlichen Radarsignalen sehr viel mehr Einsatzmöglichkeiten bietet und dessen Quelle gleichzeitig viel schwerer zu orten ist.
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Funktionsweise
Das Rauschradar benutzt eine Wellenform, die dem sogenannten Zufallsrauschen (dem in der Atmosphäre ständig vorhandenen Mix aus Wellen durch kosmische Strahlung und Funkverkehr) so sehr ähnelt, dass sie von Außenstehenden nur aufgespürt werden kann, wenn die genaue Wellenform bekannt ist. Im Unterschied zu den kurzen, intensiven Impulsen konventioneller Radarsysteme arbeitet das Rauschradar mit schwachen, aber längeren Signalen. Die nur sehr minimalen Unterschiede zwischen Ausgangssignal und Echo können nur durch Computertechnik analysiert werden, sodass ein Radarbild daraus entsteht.
Geschichte
Die Idee vom Rauschradar besteht bereits seit den 1950er Jahren. Die Umsetzung freilich wurde erst möglich mit der Verwendung von Computerchips, die im Gigahertzbereich arbeiten. Neben Walton forschen auch viele andere Wissenschaftler am Rauschradar, darunter ein Team der TU Ilmenau unter Jürgen Sachs.
Vorteile
Das Rauschradar kann mit einer sehr weit gefassten Signalbandbreite arbeiten und daher auf sehr unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Neben der militärisch interessanten Option, eine nicht zu ortende Radarquelle zu besitzen, ist es daher auch für Zwecke des Katastrophenschutzes (beispielsweise Suche nach verschütteten Menschen), statische Prüfungen von Gebäuden oder, so die Hoffnung der Forscher von der TU Ilmenau, auch zur Untersuchung menschlicher Blutgefäße geeignet.
Nachteile
Aufgrund der Schwäche des Signals muss der Suchende recht genau wissen, wonach er sucht.
Quelle
Markus Becker: "Radar mit Tarnkappe" in: Spiegel Online, 06. August 2006 Hier abrufbar.
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