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Raubspinnen
Aus Kefk.
| Raubspinnen | ||||||||||||||
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| Bild:Pisaura mirabilis.jpg Listspinne (Pisaura mirabilis) | ||||||||||||||
| Systematik
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Pisauridae | ||||||||||||||
| Gattungen und Arten (Auswahl) | ||||||||||||||
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Die Raubspinnen (Pisauridae) umfassen über 320 Arten in 50 Gattungen; die artenreichste Gattung ist Dolomedes. Die mit den Wolfspinnen verwandten Raubspinnen sind in tropischen und subtropischen Gegenden verbreitet. In Mitteleuropa sind nur zwei Arten der Familie anzutreffen: Die Gerandete Jagdspinne Dolomedes fimbriatus und die Listspinne Pisaura mirabilis. Raubspinnen weisen typische Verhaltensweisen der Überfamilie der Lycosoidea auf.
Etymologie
Pisauridae heißen meist Raubspinnen (z.B. Bellmann 1997) als auch Jagdspinnen (Schaefer 1971,Heimer u. Nentwig 1991, Platen und Mitarb. 1995). Im Englischen nennt man sie nursey-web spiders, nursey web weavers, big wolf spiders, fisher spiders (Gertsch 1979,u.a.) oder Pisaurids (Bristowe 1971), im Französischen Les Pisaurids (Simon 1898) oder Pisauridae (Millot 1968,Hubert 1979), im Niederländischen Grote Wolfspinnen (van Katwijk 1976) oder Kraamwebspinnen (Roberts 1998).
Die Bezeichnung Jagdspinnen vermeidet die Silbe "Raub", die im Unterschied zu Greifvögeln gar keinen Sinn ergibt. Dieser Begriff kann jedoch zu Verwechslungen führen, da er auch für andere Familien verwendet wird, z.B. die Heteropodidae. Zum anderen sind die Pisauriden ökologisch gesehen keine Jäger, sondern bauen Fang- und Wohnnetze. Da nur einige Arten als Erwachsene Ufer bewohnen und dort meist Beute von der Wasseroberfläche wegfangen und nur selten fischen (d.h. Kaulquappen und Fische fangen), ist Fischerspinnen als Familienname ebenso ungeeignet. Nitzsche nennt sie nach englischem Vorbild Kinderstubennetzspinnen.
Literatur
- Foelix, Rainer F.: Biologie der Spinnen. Thieme, Stuttgart 1979.
- Hänggi, Stöckli und Nentwig: Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Centre Suisse de cartographie de la faune, Neuchatel, 1995.
- Jones, Dick: Der Kosmos Spinnenführer. Kosmos, 1990.
- Nitzsche, Rainar O. M.: Das Brautgeschenk der Spinne. Pisaura mirabilis (Clerck, 1757) (Pisauridae). Nitzsche, 1999
