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Ratschow-Lagerungsprobe

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Die Ratschow-Lagerungsprobe ist ein medizinischer Test. Er dient dazu, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) der unteren Extremität zu diagnostizieren.

Ablauf des Tests

Zur Durchführung des Tests muss sich der Patient auf den Rücken legen und die Beine im Winkel von 90° anheben. Dann vollführt er über maximal fünf Minuten oder bis zum Auftreten von Schmerzen ca. 30 Sprunggelenksbewegungen pro Minute. Patienten, die die Beine nicht solange halten können, sollen diese abstützen oder von anderen Personen halten lassen.

Nach Ablauf dieser Zeit setzt sich der Patient hin und lässt die Beine herabhängen. Nun werden die Zeiten bis zum Erreichen folgender Punkte gemessen:

  • leichte diffuse Rötung der Füße,
  • Venenfüllung am Fußrücken,
  • pralle Venenfüllung.

Normalwerte sind:

  • bis zu 5 Sek zum Erreichen von 1.
  • bis zu 12 Sek zum von 2.
  • bis zu 20 Sek zum von 3.

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind diese Zeiten verlängert. Es tritt ein:

  • eine diffuse tiefe Rötung der Füße nach 20 bis 60 Sekunden,
  • Venenfüllung nach mehr als 60 Sekunden.

Folgende Effekte während des Beinhebens

  • Schmerzen setzen ein,
  • die Füße sind ausgeprägt und anhaltend blass,
  • es gibt eine Seitendifferenz der Färbung der Füße

sind schon ohne Füllungszeitverlängerung als krankhaft zu betrachten.

Da alle Zeitangaben Richtwerte sind, ist die Ratschow-Lagerungsprobe nur ein hinweisender Test auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Fällt sie positiv aus, muss eine weitergehende Diagnostik erfolgen.

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