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Rationierung
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Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Rationierung die Zuteilung nur beschränkt vorhandener Güter oder Dienstleistungen. In der Ökonomik findet Rationierung dann statt, wenn der Preismechanismus oder andere Gründe nicht zu einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage führen. Ist das Angebot größer als die Nachfrage (Angebotsüberschuss), so werden die Anbieter rationiert (entsprechend umgekehrt beim Nachfrageüberschuss). Ein Rationierungsmechanismus sorgt dann für eine entsprechende Aufteilung. Ein Beispiel ist die Zuteilung knapper Lebensmittel in Notzeiten durch Lebensmittelmarken oder die Zuteilung von Aktien infolge einer Überzeichnung bei der Emission von Wertpapieren oder im Handel von Wertpapieren an der Börse. Hier wird der Kurszusatz "r" = rationiert / repartiert auf dem Kurstableau verwendet.
Im Kontext des Gesundheitswesen wird unter Rationierung der Verzicht auf medizinische Leistungen verstanden, der aus Kosten-, Personal- oder Überlastungsgründen notwendig ist. Primär werden dabei Leistungen nicht mehr angeboten, die mehr schaden als nutzen, und sekundär die Leistungen die keinen zusätzlichen Nutzen bedeuten, und dann schließlich die Leistungen, deren Nutzen in einem ungünstigen Verhältnis zu den Kosten stehen. Die Bewertung der medizinischen Leistungen in die jeweiligen Kategorien ist nicht immer eindeutig.
Für eine situationsgebundenen Rationierung siehe Triage, für eine dauernde Rationierung siehe Zwei-Klassen-Medizin.
Rationierung ist nicht zu verwechseln mit Rationalisierung.
