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RMS Berengaria
Aus Kefk.
Das Schwesterschiff SS Leviathan | |||
| Schiffsdaten | |||
| Schiffstyp | Passagierschiffe | ||
| Schiffsklasse | Imperator-Klasse | ||
| Kiellegung: | xxx | ||
| Stapellauf (Schiffstaufe): | ??? | ||
| Indienststellung: | 1912 | ||
| Bauwerft: | Blohm & Voss in Hamburg Baunummer ?? | ||
| Besatzung: | ??? Mann | ||
| Baukosten: | ?? Millionen RM | ||
| Technische Daten | |||
| Vermessung: | 52 117 BRT ??? NRT | ||
| Wasserverdrängung: | ??? t | ||
| Länge: | 272,70 m | ||
| Breite: | 29,40 m | ||
| Tiefgang: | ??? m | ||
| Maschinenanlage: | Vier AEG-Vulcan-Turbinen Typ Parsons | ||
| Anzahl der Schrauben: | 4 Schraube Ø ?? m | ||
| Wellenumdrehungen: | ??? U/min | ||
| Leistung: | ???? kW ( 74 000 PS) | ||
| Anzahl der Kessel: | 46 bei 4 Dampfturbinen | ||
| Höchstgeschwindigkeit: | ?? kn | ||
| Dienstgeschwindigkeit: | 23 kn | ||
| Fahrbereich: | ca. ??? sm bei ?? kn | ||
| Brennstoffvorrat: | max. ??? Tonnen Schweröl | ||
| Verbleib | |||
Die RMS Berengaria war ein Schiff der Cunard Line. Ursprünglich wurde sie 1912 als Imperator für die HAPAG-Linie gebaut.
Inhaltsverzeichnis |
Passagierkapazität
1913
- Erste Klasse 592
- Zweite Klasse 972
- Dritte Klasse 942
- Zwischendeck 1 772
1922
- Erste Klasse 972
- Zweite Klasse 630
- Dritte Klasse 606
- Touristenklasse 515
Schwesterschiffe
- Vaterland (später SS Leviathan)
- Bismarck (später RMS Majestic)
Schiffsleben
Vor dem Ersten Weltkrieg
Die Berengaria kam als Imperator in Fahrt und war der erste der gigantischen Passagierdampfer der HAPAG für den Nordatlantik. Die beiden anderen hießen Vaterland und Bismarck. Von diesem Trio machten lediglich nur die Imperator und die Vaterland Reisen unter der HAPAG-Flagge.
Die Imperator wurde von der AG Vulcan Stettin in Hamburg gebaut, wo sie am 23. Mai 1912 vom Stapel lief und im April des kommenden Jahres fertiggestellt wurde. Auf dem Weg von Hamburg in die Nordsee, wo die Probefahrten durchgeführt wurden, kam das neue Schiff kurzzeitig auf Grund, was nicht verwunderlich war, denn niemals zuvor war ein derart großes Schiff die Elbe hinuntergefahren. Während der Erprobungen in der Nordsee machte man allerdings kurz darauf eine folgenschwere Entdeckung. Man stellte fest, dass das Schiff toplastig sei. Die geringste Ruderlage ließ das Schiff weit krängen, und es dauerte sehr lange, bis es sich wieder aufrichtete. Die Jungfernreise sollte nur kurze Zeit später erfolgen, doch die Pechsträhne riss nicht ab: Ein Feuer, verursacht durch Schweißarbeiten, richtete zwar keinen allzugroßen Schaden an, doch kamen dabei fünf Menschen ums Leben. Die notwendigen Reparaturarbeiten verursachten eine Verzögerung, doch lief das Riesenschiff am 11. Juni 1913 von Cuxhaven zur Jungfernfahrt nach New York aus und wurde in Southampton und Cherbourg und am Zielhafen als größtes Schiff der Welt herzlich empfangen. Die Imperator übertraf die bislang größten Passagierdampfer Titanic und ihre Schwester Olympic um etwa 6.000 BRT. Darüberhinaus war die Imperator das erste Schiff der Welt, welches die 50.000 BRT-Marke überschritten hatte.
Im Hafen von Hoboken brach erneut ein Feuer aus, das zwar schnell gelöscht werden konnte, das hereingepumpte Löschwasser verursachte aber sofort wieder eine bedrohliche Seitenlage. Die Abfahrt verzögerte sich zwar nur um zwei Tage, aber es musste etwas geschehen, um die Stabilitätsprobleme in den Griff zu bekommen. Damit beschäftigte man sich während eines Werftaufenthalts nach Beendigung der Reise, als auch der Brandschaden behoben wurde.
Schwere Holzverschalungen wurden abgenommen und durch leichtere ersetzt, Korbstühle möblierten fortan die Gesellschaftsräume statt der bisherigen schweren Möbel, und viel eingebauter Marmor verschwand. Außerdem erhielt das Schiff mehr Ballast. Äußerlich sichtbares Zeichen dieser Bemühungen, den Schwerpunkt des Schiffes niedriger zu legen, war die Verkürzung der Schornsteine um fast drei Meter. Die Anstrengungen hatten Erfolg: Von nun an fuhr das Schiff immer aufrecht und war durch und durch stabil.
Kriegszeit
Ihre letzte Reise unter der HAPAG-Flagge unternahm die Imperator am 08. Juli 1914. Sie wurde nach der Rückkehr in Hamburg wegen des Kriegsausbruchs aufgelegt. Während dieser Zeit befand sich lediglich ein Wachmann an Bord, manchmal auch zwei.
Nach dem Krieg
Nach dem Waffenstillstand kam sie unter das Management der Cunard Line und ging im Februar 1920 auf ihre erste Fahrt unter der Flagge der neuen Eigentümer von Liverpool nach New York. Im Februar 1921 wurde Cunard auch offiziell Eigentümerin des Schiffes. Das Schiff wurde in Berengaria umbenannt. Ihr Schwesterschiff Bismarck, inzwischen in Deutschland fertiggestellt und in das Eigentum der White Star überführt, erhielt den Namen RMS Majestic.
Im Dienst der neuen Eigentümer
Als Berengaria verließ sie erstmals Southampton am 16. April 1921. Im gleichen Jahr konnten endlich dringende Reparatur- und Überholungsarbeiten auf der Werft Armstrong Whitworth erledigt werden, die immerhin sechs Monate dauerten. Die Wohn- und Gesellschaftsräume wurden aufgearbeitet und die Kessel vom Kohle- auf Ölbrenner umgestellt.
Das modernisierte Schiff kam im Mai 1922 wieder in Fahrt und schloss sich der RMS Mauretania und RMS Aquitania im Expressdienst von Southampton nach New York an. Dort blieb sie für die kommenden 16 Jahre und machte sich einen guten Namen wegen ihrer Zuverlässigkeit. Die Maschinenanlage arbeitete zur vollen Zufriedenheit, und das Schiff war für Cunard eine wertvolle Bereicherung der Flotte. Für Kapitän Arthur Henry Rostron war sie das letzte Schiff, welches er in seiner langen Karriere zur See kommandieren durfte. Der berühmte Kapitän der Carparthia, die im April 1912 die Schiffsbrüchigen der gesunkenen RMS Titanic barg, erwähnte sie in seinen Memoiren jedoch lediglich in einem Nebensatz als "das bequemste Schiff, auf dem er jemals gedient hätte". Der langsameren, kleineren, älteren, aber durch und durch "englischen" Mauretania, die er von 1922 bis 1929 befehligte, widmete er hingegen ein ganzes Kapitel.
Ihre letzten Jahre
Nach der Vereinigung von Cunard und White Star 1935 waren auf dem Nordatlantik nur noch die RMS Aquitania und die Berengaria übrig. Im Mai 1936 kam die RMS Queen Mary in Fahrt und Cunard wollte die Berengaria eigentlich noch bis zur Indienststellung der RMS Queen Elizabeth in Fahrt halten.
Wegen des ständigen Brandrisikos jedoch - an Bord waren in der Zwischenzeit immer wieder kleinere Brände ausgebrochen - war das Schiff jedoch bei den US-Behörden in Ungnade gefallen und musste eines Tages leer die Heimreise antreten.
Ein umfangreicher Umbau zur Verringerung der Brandgefahr schien den Eigentümern nicht lohnend, zumal das Schiff ohnehin nur noch ein paar Jahre in Fahrt sein würde, bis die RMS Queen Elizabeth in Dienst gestellt werden konnte.
Im November 1938 wurde sie also zum Abbruch verkauft und verholte nach Jarrow. Endgültig verschrottet wurde sie allerdings erst im Jahre 1946 im Hafen von Rosyth.
Siehe auch
Weblinks
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