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RM4SCC
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RM4SCC (Royal Mail 4 State Customer Code) ist ein Strichcode, der die Höhe der Striche nutzt, um Informationen zu kodieren. Dazu werden in jedem einzelnen Strich zwei Bit verschlüsselt. Jeder Strich hat somit vier Zustände (engl. states). Insofern ist der Code kein echter 2-D-Strichcode.
Jeweils Gruppen von vier Strichen kodieren ein Zeichen (Großbuchstaben und Ziffern). Er wurde in Großbritannien von der Royal Mail entwickelt, wird aber inzwischen auch in anderen Ländern (Schweiz, Österreich, Dänemark, Australien) verwendet, die aber unterschiedliche Definitionen der Zeichen verwenden oder den Code anders aufbauen. Der Weltpostverein hat auch entsprechende Spezifikationen herausgegeben.
Gemeinsam ist allen 2-dimensionalen Codes, dass die Anordnung der gedruckten Zeichen in beide Richtungen definiert ist. D.h. der Code muss sowohl in Transportrichtung den Spezifikationen entsprechen als auch senkrecht dazu. In der Praxis bedeutet dies, dass zumindest scharfe senkrechte Striche gedruckt werden müssen. Zudem sind für die meisten Codes die Seitenverhältnisse vorgegeben.
Bei sehr hohen Geschwindigkeiten (z.B. in der Briefsortierung 3,5 m/s) ist es nicht möglich die Direktbedruckung z.B. mittels Tintenstrahldrucker innerhalb der Toleranzen zu realisieren. In der Regel sind Linien verzerrt und gebogen, was aus der geringen Flugzeit zwischen Erzeugung eines Punktes und dem Auftreffen auf der schnell bewegten Druckoberfläche zurückzuführen ist. Damit werden die Toleranzen für 2-dimensionale Codes in der Regel nicht mehr eingehalten oder die Codes müssen zu klein werden (Datenmenge und Lesesicherheit gering).
Der 4 State Code ist insbesondere für sehr hohe Geschwindigkeiten bei Direktdruck geeignet, da er Verzerrungen weitestgehend toleriert. Das nebenstehende Beispiel zeigt einen verzerrten Code. Er ist dennoch leicht lesbar, da in jedem Strich der Tracker vorhanden ist. Die Lesetechnik nutzt das als Trigger, um zu entscheiden ob darüber bzw. darunter etwas gedruckt wurde. Problematisch wird es, wenn die einzelnen Linien ineinander laufen, da dann der Takt des Trackers schwer zu finden ist. Auch sind schräglaufende Codes wesentlich schwerer lesbar, da dann erst aus dem Gesamtbild die Mittellinie mit dem Tracker zu suchen ist. Die Spezifikationen des Codes legen daher entsprechende Toleranzen fest.
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