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Rührer

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Rührer sind die Werkzeuge eines Rührgeräts, Rührapparats bzw. Rührwerks. Sie sind in der Regel austauschbar. Je nach Ausführung und Baugröße wird der Rührer samt Welle getauscht oder der Rührer wird an der Welle montiert.

Entsprechend der Rühraufgabe, aber auch der Branche (Labor, Chem. Industrie und Verfahrenstechnik, Bauindustrie, Heimwerker, Küche usw.) sind unterschiedliche Bauformen und Benennungen üblich.

Oft wird auch der gesamte Rührapparat verkürzend als Rührer benannt. Ein Beispiel hierfür ist der in Labors vielgenutzte Magnetrührer.

Es stehen zahlreiche Rührertypen zur Auswahl, die für bestimmte Medien oder Aufgaben besser oder schlechter geeignet sind. Grundsätzlich unterscheidet man: axial (in der Regel nach unten) oder radial (zur Seite) fördernde Rührer. Um das Mitrotieren der Flüssigkeit und dabei die Bildung von Tromben zu verhindern und höhere Turbulenz zu erzeugen, werden häufig Stromstörer (oder Strömungsstörer, engl. baffles) an der Behälterwand installiert. Sie verbessern die Durchmischung, verringern die erforderliche Leistung bei gleichwertiger Durchmischung aber erhöhen die erforderliche Rührerleistung bei gleicher Drehzahl.

Nach den Bezeichnungen der Verfahrenstechnik und Technischen Chemie werden unterschieden:

  • Propellerrührer: meist 3 Flügel, ähnlich einer Schiffsschraube geformt, axial fördernd, für Suspendieren, Homogenisieren, Wärmeübertragung
  • Schrägblattrührer: schräg angestellte, meist rechtwinklige Blätter, wie Propellerrührer axial fördernd, für Suspendieren, Homogenisieren, Wärmeaustausch
  • Scheibenrührer: Kreisscheibe mit meist 6 von der Welle nach außen angeordneten, senkrecht stehenden Blättern, radial fördernd, zum Emulgieren, Begasen, Homogenisieren, Wärmeaustausch, erzeugt starke Scherkräfte
  • Impellerrührer: bodennah angebrachte gebogene Arme aus Rohren, oft emailliert, zum Suspendieren, Homogenisieren, Wärmeaustausch
  • Kreuzbalkenrührer: Schrägblattrührer mit meist 4 Blättern, mehrfach versetzt übereinander angebracht, insbesondere für grosse Rührkessel, für Fermenter
  • Ankerrührer: wandnah geführt für Wärmeaustausch insbesondere zäher Medien
  • Blattrührer: senkrechtes Rührblatt, häufig im Labormassstab eingesetzt
  • Gitterrührer: Rahmenkonstruktion oder Blattrührer mit Aussparungen
  • Wendelrührer: wandnah für zähe Medien: Homogenisieren und Wärmeaustausch
  • Zahnscheiben-Rührer: Scheibe mit gezacktem Rand

schnellaufend für Emulgieren und Begasen

Die Rührerauswahl richtet sich nach der Rühraufgabe, der Zähigkeit des Mediums, der Scherfestigkeit (ob das Medium geschont werden muss) oder auch umgekehrt danach, welche Rührerleistung zur Verfügung steht.

Im Labor sind u.a. folgende Begriffe geläufig:

  • Magnetrührer: Rührstäbe , „ Rührfische“ in Stab-, Hantel- Dreikant-, Ei- oder Kreuzform
  • Propellerrührer, (siehe oben)
  • Turbinenrührer (unterschiedliche Ausführung von Schrägblattrührer bis Scheibenrührer)
  • Zentrifugal-Rührer (Blattrührer mit zur Welle hin einklappbaren Blättern, die durch die Zentrifugalkraft nach außen streben. Ermöglichen das Einführen in enge Öffnungen von Kolben)
  • Ankerrührer (s.o.)
  • Halbmondrührer : bodennaher Blattrührer für Rundkolben (auch in klappbarer Ausführung)
  • Fächerrührer (wie Gitterrührer)
  • Dissolver (wie Zahnscheibenrührer)
  • Rührschlange (Federspirale statt Blatt, radial fördernd wie Scheibenrührer)
  • Visco Jet ® (2 oder 3 tangential angeordnete, als Düsen fungierende, „bodenlose“ Becherchen)

In der Küche sind für sog. Mixer gebräuchlich:

Für Bau und Heimwerker:

  • Propellerrührer (insbesondere zum Farbe mischen)
  • Wendelrührer
  • Rondenrührer, ein vereinfachter Wendelrührer für geringeren Widerstand z.B. als
  • Mörtel-Rührer
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