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Quaternionen der Reichsverfassung
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Die Quaternionen der Reichsverfassung sind ein seit dem frühen 15. Jahrhundert belegtes Ordnungssystem, mit dem man bildhaft die Reichsverfassung in Vierergruppen anschaulich machen wollte.
Als ältester datierter Beleg für die Quaternionen gilt der Spruch vom Römischen Reich von 1422.
Beliebt war die Darstellung der in Vierergruppen angeordneten Wappen der Stände auf einem Reichsadler (Quaternionenadler). Am verbreitetsten war sie in der frühen Neuzeit auf den sogenannten Reichsadlerhumpen.
Im Quaternionensystem zählte Köln neben Konstanz, Regensburg und Salzburg zu den vier Bauern des Reiches. Der Kölner Bauer als Symbolfigur des Kölner Karnevals geht auf diese Zuordnung zurück.
Als bedeutendste bildliche Darstellung der Quaternionen gilt der von Jakob Ruß geschaffene Rathaussaal von Überlingen aus dem letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts.
Spruch vom Römischen Reich 1422 (Auszug im Faksimile der Edition)
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Literatur
- Ernst Henrici, Spruch vom Römischen Reich aus dem Jahre 1422, in: Zeitschrift für deutsches Altertum 25 (1881), S. 71-77 PDF-Volltext bei Gallica, Vorsicht: Navigation über die Seitenzählung funktioniert nicht
- Ernst Schubert, Die Quaternionen, in: Zeitschrift für historische Forschung 20 (1993), S. 1-63
