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Qaramanli
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Qaramanli war eine Dynastie von Paschas, die von 1711-1835 in Libyen regierte.
Mit dem Niedergang der osmanischen Kontrolle über die arabischen Gebiete ihres Reiches gewannen auch in Libyen die Janitscharen und Korsaren an Einfluss. 1711 ergriff in Tripolis der osmanische Kavallerieoffizier Ahmad Qaramanli (albanischer Abstammung) die Herrschaft (1711-1745) und entmachtete den osmanischen Pascha. Auch wenn die osmanische Oberhoheit formal weiterhin anerkannt wurde, konnte er fast unabhängig regieren und die Dynastie der Qaramanli begründen. 1722 nahm er den Titel eines Paschas an. Er konnte seinen Einfluss auch auf die Kyrenaika und den Fessan ausdehnen. Wirtschaftlich beruhte seine Herrschaft vor allem auf der Piraterie der Korsaren und dem Transsaharahandel mit Bornu im Tschadgebiet. Mit den umfangreichen Einnahmen wurde die Ahmad-Pascha-Qaramanli-Moschee in Tripolis errichtet.
Sein Sohn Ali Qaramanli (1754-1793) konnte die Herrschaft der Dynastie weiter konsolidieren und den Transsaharahandel weiter beleben. Statt der Piraterie gewannen zunehmend die Prisengelder an Bedeutung, mit der sich europäische Handelsschiffe von Angriffen durch die Korsaren freikaufen konnten. Dennoch führte die fortbestehende Piraterie unter Yusuf Qaramanli (1795-1832) zum Krieg mit den USA. Auch wenn deren Flotte die Piraterie nicht endgültig unterbinden konnte, war die Herrschaft der Qaramanli doch erheblich geschwächt.
Als auch noch Machtkämpfe innerhalb der Dynastie ausbrachen, dankte Yusuf Qaramanli 1832 zu Gunsten seines Sohnes Ali Qaramanli (1832-1835) ab. Dieser konnte die Herrschaft der Dynastie aber nicht mehr festigen, da 1835 die osmanische Flotte in Libyen landete und das Land besetzte. Der Clan der Qaramanli wurde nach Istanbul deportiert. In der Folgzeit kam Libyen wieder unter direkte osmanische Verwaltung.
