Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Diphosphate
Aus Kefk.
Diphosphate oder auch Pyrophosphate (PPa; engl.: PPi) sind Kondensate von zwei Phosphaten. Sie sind über eine P-O-P-Anhydridbindung miteinander verknüpft (Konstitutionsformel ((O3P)-O-(PO3)4-).
Summenformel: (P2O7)4-
Inhaltsverzeichnis |
Synthese
Glüht man sekundäre Phosphate wird unter Abspaltung von Wasser das Diphosphat gebildet. 2 HPO42- -> (P2O7)4- + H2O
Diphosphatsalze
- Dinatriumdiphosphat, CAS: 7782-85-6, E 450 a
- Trinatriumdiphoshat, CAS: 10101-89-0, E 450 b
- Tetranatriumdiphosphat, CAS: 13472-36-1, E 450 c
- Kaliumdiphosphat, CAS: 7320-34-5
Biochemische Bedeutung
Pyrophosphathaltige Verbindungen spielen bei Energieübertragungsprozessen in lebenden Zellen eine wichtige Rolle (vgl. etwa Adenosindiphosphat, das beim Verbrauch von Adenosintriphosphat anfällt). Abbau: In der Zelle wird Pyrophosphat über Pyrophosphatasen zu zwei Phosphaten hydrolysiert.
Lebensmittelchemie
Diphosphate sind als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 450 zugelassen und kommen in der Lebensmittelchemie unter anderem als Emulgatoren vor, haben jedoch eine Reihe weiterer Eigenschaften und können etwa auch als Konservierungs-, Antioxidations-, Trenn- und Backtriebmittel fungieren. Diese künstlich hergestellte Emulgatorklasse bindet Wasser, verhindert Verklumpen pulverförmiger Lebensmittel und führt in Verbindung mit Calcium zu einer cremigen Konsistenz. Da Phosphor im Verdacht steht Hyperaktivität, allergische Reaktionen und Osteoporose auszulösen, sollte bei der Einnahme von Phosphaten stets auf die richtige Dosierung geachtet werden.
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Diphosphate, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
