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Putte

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt das künstlerische Motiv. Für andere Bedeutungen, siehe Putte (Begriffsklärung).
Bild:Andrea Mantegna 079.jpg
Fresko in der Camera degli Sposi im Palazzo Ducale (Mantua, 15. Jh.)

Eine Putte, Plural: Putten, ist in der Skulptur und Malerei eine Kindergestalt, die meist wenig bekleidet oder nackt auftritt, mit oder ohne Flügel.

Das Wort stammt ursprünglich vom lateinischen putus und war in seiner italienischen Ausprägung putto (Knäblein; Plural putti) bis Mitte des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum gebräuchlich.

Putten wurden für allegorische Darstellungen eingesetzt oder auch zur Wiederholung eines thematischen Gestaltungskonzepts, häufig jedoch zu rein dekorativen Zwecken.

Seit der Antike verkörperten sie bis in die Gegenwart vielfach Liebesgötter. Die Sonderform der Eroten, kindlicher Eros-Figuren, ist seit der griechischen Antike bekannt. Beispiele findet man auch in der römischen Antike, etwa in Pompeji.

Schon in frühchristlicher Kunst werden Engel mit Musik in Verbindung gebracht. Ab dem 15. Jahrhundert erscheinen in der christlichen Kunst und Malerei vermehrt Darstellungen von Kindesengeln, die meist musizieren. Man nimmt an, dass die Verbindung von Musik und Jugend auf antike Traditionen zurückzuführen ist.

In der Barockkunst wurden die musizierenden Kindesengel immer mehr zu kleinkindähnlichen Putten stilisiert und vor allem auch in der Plastik häufig verwendet. In manchen Kirchen finden sich mehrere hundert Putten, die Altäre, Orgeln, Geländer, Gesimse, Plastiken und Fresken schmücken. Eine besonders bekannte Darstellung von Putten enthält das Gemälde "Sixtinische Madonna".

Die Sonderform der Amoretten als Darstellung des Liebesgottes Amor war während des Barock und Rokoko ebenfalls weit verbreitet.

Heute ist eine Putte das Markenzeichen der Oberschwäbischen Barockstraße.

Literatur

Persönliche Werkzeuge