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Push
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Der Begriff Push stammt im Bereich des strategischen Denkens ursprünglich aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing (von engl. to push: stoßen, schieben, drücken) bezeichnet werden.
Siehe auch: Pull
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Push-Pull
Stoßen und Ziehen. Zur Push-Pull-Strategie siehe Hauptartikel: Push-Pull-Strategie
Der Begriff push-pull wird schon länger als für wirtschaftliche Strategien in der Technik verwendet. In der Elektronik bezeichnet es Gegentaktverfahren für Verstärker (push-pull amplifier = Gegentaktverstärker), Mikrophone, (Eingangs-) Spannungen, Abtastverfahren. In der Chemie gibt es push-pull Effekte bei Molekülverbindungen.
Push-Medien
Auch Medien können eher Push- oder Pull-Charakter aufweisen. Rundfunk und Fernsehen sind beispielsweise Push-Medien, da der Kommunikationsfluss hier primär in einer Richtung (unidirektional) vom Sender zum Empfänger verläuft. Im Gegensatz dazu ist das Internet und speziell das WWW in erster Linie ein Pull-Medium, weil der Nutzer etwas anfordert. Aber auch hier gibt es Push-Verfahren, nämlich dort wo Inhaltsanbieter (Content-Provider) unbestellte Werbung an den Nutzer senden. Die Push-Technologie wird außerdem in der Kommunikationswelt, z.B. bei Funktelefonen, eingesetzt und sind dort seit etwa Anfang 2000 als "push message" (Push-Nachrichten) bekannt. Der Push-Charakter des Fernsehens geht andererseits beim interaktiven Fernsehen wegen des Rückkanals graduell zurück.
Mitte der 90er Jahre wurde versucht, das Push-Prinzip im Internet einzuführen, um den Rezipienten von der Notwendigkeit zu Entscheidungen und eigener Aktivität zu entlasten. Netscape führte bereits früh das so genannte Server Push ein, bei dem der Web-Server gezielt Informationen an den Client, also den Web-Browser des Surfers, senden konnte, ohne dass dieser aktiv werden musste. Unter dem Schlagwort des Webcasting entwickelten sich ab Frühjahr 1997 verschiedene Push-Verfahren, welche die regelmäßige und automatisierte Zustellung von personalisierten, d. h. vorselektierten und aufbereiteten Informationen auch im Internet ermöglichen sollten; im Kontext des WWW spricht man dann von Kanälen (Channels).
Schon eine Announcement- oder Newsletter-Mail, die auf einmaligen Wunsch dem Interessenten regelmäßig zugestellt wird, ist ein Push-Medium, ähnlich dem Abonnement einer Zeitung. Auch E-Mail-Marketing oder UCE kann als Push-Medium bezeichnet werden, da der Nutzer dabei nicht aktiv werden muss bzw. gar nicht ohne weiteres ausweichen kann.
Seit etwa Sommer 1998 gilt Push als Anti-Trend; Prognosen wie jene des Magazins Wired, nach denen Push-Dienste in kurzer Zeit die Web-Browser verdrängen würden, erwiesen sich damit als falsch.
Im Push-Bereich aktive Unternehmen wie Marimba, Backweb und Pointcast reagierten dementsprechend und suchten sich Firmenkunden als neue Klientel. Diese sollen Push-Software in ihren Intranets als Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Systemen einsetzen (Push-Server).
Siehe auch: Interaktivität, Rückkanal, Narrowcasting, Broadcatch.
Andere Bedeutungen
- In der Informatik wird mit push das Ablegen von Daten in einem Stapelspeicher bezeichnet.
- In der Produktionslogistik wird zwischen Push- (PPS-System) und Pullsystemen (z.B. Kanban) unterschieden.
- Im Golfsport gibt es einen speziellen Schlag (push, z.B. als push-slice) mit der rechten oder linken Hand, der dem Ball eine gewisse Rechts- oder Links-Wendung gibt.
Weblinks
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