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Puma AG
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Das Unternehmen Puma AG mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach wurde von Rudolf Dassler 1948 als Puma Schuhfabrik Rudolf Dassler gegründet. Der Puma-Konzern ist mit 2,37 Milliarden Euro Jahresumsatz (2006), einem Konzerngewinn von 263 Millionen Euro (2006)[1] und 4.425 Mitarbeitern (2005) neben Adidas und Nike einer der weltweit größten Sportartikelhersteller.
Seit 1993 ist Jochen Zeitz Vorstandsvorsitzender der Puma AG. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Hamburger Wirtschaftsanwalt Werner Hofer. Seit 2004 entwirft der Designer Philippe Starck Produkte für Puma. In Österreich wird das Unternehmen von Erwin Kaiser geführt.
Puma ist eine Aktiengesellschaft und unter anderem als Schwergewicht im MDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Das Unternehmen erfüllte Mitte 2004 zwar die Kriterien für eine DAX-Aufnahme, der Aufstieg scheiterte jedoch daran, dass es keinen Abstiegskandidaten aus dem DAX gab. Insgesamt 75 % der Aktien befinden sich im Streubesitz von hauptsächlich europäischen und amerikanischen Investoren, die restlichen 25 Prozent und damit eine Sperrminoritä hielt bis 2007 die Mayfair-Holding mit Sitz in Hamburg, hinter der die Tchibo-Eigentümer Günter Herz und Daniela Herz stecken. Dieses Paket wurde laut Mitteilung von Puma an die Firma Sarpadis, eine Tochter von Pinault-Printemps Redoute, verkauft. Der Preis je Aktie liege bei 330 Euro.[1] Puma wird derzeit mit 5,06 Milliarden Euro bewertet.[2] Die Aktion wird immer wieder mit einem "freundlichen Übernahmeangebot" von PPR und auch Puma betitelt.
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Geschichte
Rudolf Dassler, der Gründer des Sportartikelunternehmens, führte vor 1948 zunächst zusammen mit seinem Bruder Adolf („Adi“) Dassler ein gemeinsames Unternehmen in Herzogenaurach. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten begann Rudolf Dassler 1948 mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens, der heutigen Puma AG, während sein Bruder mit Adidas seinen eigenen geschäftlichen Weg ging. Als Firmenname war nach Angaben des Gründers zunächst „Ruda“ (aus „Rudolf Dassler“) vorgesehen. Wegen des ähnlichen, aber besseren Klangs und der Assoziation mit der Dynamik des amerikanischen Silberlöwen fiel die Entscheidung dann aber auf „Puma“.
Neuausrichtung der Marke Puma
Als das Unternehmen Mitte der Neunziger Jahre in eine Krise kam, entschied sich die Unternehmensleitung für eine Neuausrichtung der Marke. Diese fand unter dem ungewöhnlich jungen Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz statt. Puma war die erste Sportmarke, die neben den reinen Sportartikeln konsequent auf Mode- und Lifestyleprodukte setzte. Die Marke Puma gewann dadurch insbesondere bei jungen Menschen wieder größere Beliebtheit. Das Sortiment teilt sich in Sportartikel (SPORT) und sportliche Mode (SPORT FASHION). Auch im Sportartikelsektor werden neben den traditionellen Sportarten Fußball und Laufsport weitere Trendsportarten unterstützt wie Motorsport und Golfsport. Düfte unter dem Namen Puma werden von P&G Prestige Products vertrieben, einer Tochter des Procter-&-Gamble-Konzerns.
Als Teil der neuen Marketingstrategie wurde ein völlig neues Sports Kit für die Herren-Fußballnationalmannschaft von Kamerun entworfen. Die Nationalmannschaft erschien zum Afrika Cup 2004 in einem revolutionären, neu entworfenen Einteiler (das Kamerun UniQT). Das Trikot ist körperbetont, die Shorts sind mit dem hautengen Trikot vernäht. Als Designelement sind über den Bauchmuskeln Spuren von Löwenklauen eingenäht. Sie rezipieren den Spitznamen des Teams, die unbezähmbaren Löwen. Die Löwen, die nicht zu bändigen sind, stehen als Symbol für das Vertrauen in die eigene Stärke, Athletik und reine Kraft. Die Marketingkampagne wurde ergänzt durch einen Video-Trailer im Comic-/Manga-Stil. Die Fifa sah diese Sportkleidung jedoch als Verstoß gegen die eigenen Regeln, die besagen, dass die Sportkleidung aus einem Trikot und einer Hose besteht. Gegen das Team von Kamerun wurde eine Strafe von CHF 200.000 (ca. 125.000 EUR) verhängt und für die Qualifikation zur WM 2006 zog man ihnen sechs Punkte ab. Der Punktabzug wurde jedoch später von der Fifa wieder zurückgenommen. Puma klagte zusätzlich gegen die Fifa. Man einigte sich gütlich und Puma behält sich das Recht vor, seinen Einteiler noch einmal auf den Markt zu bringen.
Sponsor
Für die Vermarktung ihrer Produkte schließt Puma Sponsoring-Verträge mit bekannten Sportlern und Sportmannschaften ab. So stattete die Firma beispielsweise 12 der 32 Teilnehmer der Fußballweltmeisterschaft 2006 aus, unter anderem den späteren Weltmeister Italien. Darüber hinaus ist Puma Ausrüster der Bundesligavereine VfB Stuttgart und Hamburger SV, Regionaligist Fortuna Düsseldorf sowie der Nationalmannschaften Italiens, Österreichs, Tschechiens, Polens, Togos, Kameruns, Elfenbeinküste, Tunesiens und der Schweiz. Außerdem fördert Puma auch Kampagnen wie „Gemeinsam für Afrika“, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich gegen Hunger und Armut in Afrika einzusetzen. Nebenbei unterstützt Puma den neugegründeten Leichtathletikverein LAZ Puma Troisdorf/Siegburg.
Einzelnachweise
- . a b Gucci-Besitzer will sich Puma einverleiben (10.04.2007)
- ↑ http://de.today.reuters.com (05.04.2007)
Weblinks
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